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EKG - Funktionsweise


Wie funktioniert ein EKG?

Um einen geregelten Ablauf des Herzschlages zu ermöglichen, gibt es im Herzen ein Erregungsleitungssystem (Reizleitungssystem). Es handelt sich um ein System von speziellen Herzmuskelfasern, die die elektrischen Impulse bilden (normalerweise im so genannten Sinusknoten) und durch die einzelnen Teile des Herzens leiten. Dadurch zieht sich der Herzmuskel im richtigen Moment zusammen und bewirkt das Weiterpumpen des Blutes durch den Körper.

Der elektrische Strom, der im Erregungsleitungssystem entsteht, wird bis an die Körperoberfläche fortgeleitet und kann dort von den EKG-Elektroden aufgenommen werden. Da der Strom verhältnismäßig schwach ist, wird er von einem Gerät verstärkt. Das EKG wird im zeitlichen Verlauf als Kurve dargestellt. Mit verschiedenen Ableitungen an unterschiedlichen Stellen der Brustwand (z. B. nach Wilson) sowie an Armen und Beinen (nach Einthoven oder nach Goldberger) können weitere Informationen gewonnen werden.


Das normale EKG bei gesundem Herzen besteht aus einigen definierten Ausschlägen (Zacken). Der erste, relativ kleine Ausschlag ist die P-Welle, die die Erregung der Herzvorhöfe widerspiegelt. Nach einem Intervall (PQ-Strecke) kommt es durch die Erregung der Herzkammern zu einem kleineren Ausschlag nach unten (Q-Zacke), einem großen Ausschlag nach oben (R-Zacke) und wiederum einem kleinen Ausschlag nach unten (S-Zacke). Zusammen werden diese drei Zacken als QRS-Komplex bezeichnet, welcher im Normalfall eine Dauer von weniger als einer Zehntelsekunde aufweist. Nach einem weiteren Intervall (ST-Strecke) zeigt sich noch einmal die eher kleine T-Welle, die durch die Rückbildung der Erregung entsteht, sowie bisweilen noch die sehr kleine U-Welle.

Bei krankhaften Vorgängen im Herz kann es zu Änderungen der Form und des Rhythmus der EKG-Kurve kommen. Der erfahrene Arzt kann diese Auffälligkeiten sehen und oft schon allein dadurch die jeweilige Krankheit diagnostizieren, muss diese aber auch in Einklang mit den klinischen Symptomen bringen. Inzwischen werden immer häufiger auch Computerprogramme zur Auswertung des Elektrokardiogramms verwendet.


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Letzte Aktualisierung am 12.05.2009.

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