Der Hodensack wird vom Patienten zunächst betrachtet. Der Patient sollte sich dazu auch vor einen Spiegel stellen. Bereits beim Anblick können manche Auffälligkeiten erkannt werden, beispielsweise Verdickungen. Dann werden die Hoden in die offene Hand genommen und die Größe sowie das Gewicht beurteilt. Mäßige Größenunterschiede und ein etwas tieferes Herabhängen eines Hodens sind normale Befunde, verdächtig ist jedoch eine Größenzunahme seit der letzten Untersuchung. Ein genaues Ertasten des einzelnen Hodens ist möglich, indem das Organ zwischen Daumen und den weiteren Fingern hin und her gerollt wird. Dabei können Veränderungen wie unregelmäßige Stellen, Verhärtungen, Knötchen oder Schwellungen bemerkt werden. Zudem können Schmerzhaftigkeit oder Berührungsempfindlichkeit auf einen Hodenkrebs hindeuten. Auch auf die Nebenhoden sollte geachtet werden. Sie dienen der Speicherung der Spermien, liegen oben dem Hoden bogenförmig auf und sind ebenfalls tastbar.
Der Penis sollte bei der Hoden-Selbstabtastung mit untersucht werden. Hautveränderungen wie z. B. ein kleines Geschwür können nämlich Anzeichen für Peniskrebs sein. Des Weiteren können z. B. Feigwarzen auffällig werden, welche eine übertragbare Geschlechtskrankheit darstellen und bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Ist in der Selbstuntersuchung eine der oben genannten Veränderungen oder ein anderer zweifelhafter Befund festgestellt worden, so sollte sich der Patient bald zu einem Arzt (Urologe oder Hausarzt) begeben, der die weiteren Untersuchungen veranlasst. Andere Anzeichen, die ebenfalls auf einen Hodenkrebs hindeuten könnten, sind z. B. Penisausfluss, Blut im Ejakulat, Rückenschmerzen oder Schwellung der Brustdrüsen.
Welche Komplikationen können auftreten?
Die Selbstuntersuchung der männlichen Geschlechtsorgane beinhaltet keine Risiken.
Letzte Aktualisierung am 26.03.2009.