Der Pearl-Index liegt bei dieser Methode zwischen 4 und 18 und stellt somit eine unsichere Verhütungsmethode dar. Der Pearl-Index gibt die Zahl der ungewollten Schwangerschaften pro 100 Frauen an, die diese Methode ein Jahr lang anwenden.
Die früh- bzw. rechtzeitige Unterbrechung des Geschlechtsakts stellt für viele Paare ein Problem dar, da sie häufig den richtigen Zeitpunkt verpassen. Eine weitere wichtige Gefahr ist, dass Spermien beim Geschlechtsverkehr bereits vor dem Orgasmus bzw. Samenerguss durch die so genannten Sehnsuchtstropfen (Präejakulat) austreten können.
Erfolgt der Samenerguss außerhalb der Scheide, so besteht auch hier noch die Gefahr, dass sich Spermien durch die Haut oder beim Waschen, wieder in die Scheide gelangen.
Der Mann sollte vor einem erneuten Geschlechtsverkehr zuerst urinieren, damit die restlichen Spermien raus gespült werden und sich den Penis gründlich waschen. Auch die Frau sollte sich bei Berührung mit dem Samen waschen.
Ein wichtiger Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass für den Mann ein Teil des Vergnügens am Geschlechtsverkehr verloren geht, da er sich auf die vorzeitige Unterbrechung konzentrieren muss.
Ärzte raten generell von dieser Methode ab, da viele im Rausch der Gefühle den passenden Moment nicht mehr klar erkennen können. Sie gilt als Notlösung und ist die schlechteste Alternative der Empfängnisverhütung.
Merke: Der Coitus interruptus bietet keinen Schutz vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen!