Bei einer Verstauchung (Distorsion) sind die Gelenkflächen voneinander verschoben, dass heißt sie werden kurzzeitig getrennt. Die häufigste Ursache ist die Einwirkung von Gewalt. Wird die Gewalteinwirkung beendet, so kehren die Gelenkstrukturen in ihren Ausgangszustand zurück.
Es handelt sich also um eine Gelenkverletzung die dann zustande kommt, wenn der normale Bewegungsspielraum eines Gelenkes durch Umknicken oder Verdrehen überschritten wird.
Dabei werden Gelenkkapsel und alle umgebenden Strukturen wie Muskeln, Bänder und Sehnen gezerrt beziehungsweise überdehnt. Unter Umständen können auch kleine Risse im Gewebe auftreten, wobei das Gelenk weiterhin stabil bleibt. Meistens reißen auch Blutgefäße so dass es zu einem Bluterguss kommt.
In der Regel liegt hier eine vorübergehende Überdehnung vor, die aber auch zu Bänderrissen führen kann.
Verstauchungen kommen vor allem beim Sport vor und gehören dementsprechend zu den am häufigsten auftretenden Verletzungen bei sportlichen Aktivitäten. Meistens sind Knie- und Sprunggelenk betroffen.
Verstauchungen des Kniegelenks treten vor allem bei Drehbewegungen auf, z.B. beim Fußball. Dagegen treten Distorsionen der Daumen- und Fingergelenke oft beim Volleyballspielen oder Skilaufen auf.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.