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Mittelohrentzündung - Therapie


Besteht Verdacht auf eine bakterielle Infektion, wird die Mittelohrentzündung mit Antibiotikum therapiert

Kinder mit einer Mittelohrentzündung sollten sich schonen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Man kann Nasentropfen verwenden, sodass die Schleimhaut in der Nase abschwillt, das Kind besser Luft bekommt und auch das Mittelohr besser belüftet wird. So kann gegebenenfalls auch Flüssigkeit aus dem Mittelohr wieder abfließen.

Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen gegeben werden. Wärme, beispielsweise durch Rotlicht, wirkt meist ebenfalls schmerzlindernd. Acetylsalicylsäure (Aspirin) sollte Kindern nicht gegeben werden, da es bei Viruserkrankungen im Kindesalter das sogenannte Reye-Syndrom auslösen kann. Dabei wird die Leber des Kindes so stark geschädigt, dass es im schlimmsten Fall daran versterben kann. Die Ursache für das Reye-Syndrom ist noch nicht vollständig geklärt. Es tritt jenseits der Pubertät nicht mehr auf.

Haben sich die Beschwerden der Mittelohrentzündung nicht innerhalb von 36 Stunden gebessert, wird meist ein Antibiotikum verschrieben. Dies hilft bei Entzündungen durch Viren zwar nicht, stoppt den Krankheitsverlauf jedoch im Falle einer bakteriellen Infektion.

Treten Mittelohrentzündungen häufiger auf, besteht auch die Möglichkeit, ein kleines Röhrchen in den Eustachischen Kanal einzubringen, wodurch das Mittelohr besser belüftet werden kann und die Flüssigkeit aus dem Ohr abfließt.

Wenn die Mittelohrentzündung nicht richtig ausheilt oder chronisch verläuft, besteht die Gefahr, dass sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammelt (Paukenerguss). Die Kinder können durch diesen Erguss nicht mehr gut hören, was sich bei kleineren Kindern auch auf den Erwerb der Sprache auswirken kann. Deshalb wird bei einem Paukenerguss oft eine sogenannte Parazentese durchgeführt. Bei diesem Eingriff, der bei kleineren Kindern meist in Vollnarkose durchgeführt wird, wird ein kleiner Einschnitt ins Trommelfell vorgenommen um die Flüssigkeit abzusaugen. Das Trommelfell heilt danach von selbst wieder zusammen.

Breiten sich die Erreger der Mittelohrentzündung auf den angrenzenden Knochen aus, kann als Komplikation eine Mastoiditis auftreten. In diesem Falle muss das Mastoid meist durch einen Chirurgen oder den HNO-Arzt ausgeräumt werden, damit dich die Entzündung nicht weiter auf das Gehirn ausbreitet und das Kind Folgeschäden der Erkrankung erleidet.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.
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