Die beruhigende Wirkung des Baldrians kann bei nervös bedingten Einschlafstörungen eingesetzt werden. Auch bei Angst- und Unruhezuständen findet er Verwendung.
Ebenfalls beruhigend soll die Pflanze bei Lampenfieber, Prüfungsangst, Reizbarkeit und Stress wirken.
Bei Bettnässen, Raucherentwöhnung und Entzugserscheinungen beim Absetzten von Beruhigungsmedikamenten soll Baldrian die Symptome abschwächen.
Weitere Anwendungsgebiete sind Magenkrämpfe, Migräne, Wechseljahrsbeschwerden, Koliken, Rheuma und Arthritis. Die Wirkung bei diesen Beschwerden ist jedoch nicht bestätigt.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Innerlich kann Baldrian in Form von Tee, Tinktur oder Dragees eingenommen werden.
Tee: Es wird 1 TL (2 - 3 g) Baldrianwurzel mit 250 mL siedendem Wasser übergossen, ca. 10 - 15 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Für die schlaffördernde Wirkung sollte der Tee ungefähr 1 Stunde vor dem Schlafengehen getrunken werden.
Tinktur: Es können mehrmals täglich 0,5 - 1 Tl (1 -3 mL) eingenommen werden.
Dragees: Über den Tag verteilt werden 1 - 4 Dragees mit jeweils 300 mg Extrakt eingenommen.
Baldrian kann äußerlich als Bad angewendet werden. Dafür werden 100 g Wurzel in 2 L Wasser gekocht, Der Aufguss wird nach dem Abseihen dem Badewasser hinzugegeben. Die Badetemperatur sollte 34 - 37 °C betragen und die Badedauer nicht länger als 20 Minuten sein.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.