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Vorsorge von Krankheiten - Früherkennung und Gesundheits-Check


Was sind Früherkennung und Gesundheits-Check?

Zur Gesundheitsvorsorge gehören Untersuchungen, mit denen Krankheiten frühzeitig nachgewiesen werden können. Wird in dieser Früherkennung eine bestimmte Krankheit aufgedeckt, so ist sie oft noch in einem Stadium, in dem sie problemlos behandelt und aufgehalten werden kann. Wenn beispielsweise in einer Krebs-Früherkennung ein bösartiger Tumor gefunden wird, dann ist er häufig noch nicht so ausgedehnt. Die Gefahr, dass er Metastasen (Tochtergeschwülste) abgegeben hat, ist gering, und der noch kleine Tumor kann noch ohne großen Aufwand beseitigt werden. Die Prognose von Krankheiten kann also durch Früherkennungsmaßnahmen deutlich verbessert werden.

Alle zwei Jahre wird gewöhnlicherweise ein Gesundheits-Check-Up vorgenommen. Diese allgemeine Vorsorgeuntersuchung wird bei jedem Menschen vom 35. Lebensjahr an bis ins hohe Alter regelmäßig durchgeführt. Sie beinhaltet das Gespräch über Gesundheitsaspekte (Anamnese), die körperliche Grunduntersuchung des Patienten, eine Blutdruckbestimmung, eine Blutentnahme mit Laboruntersuchung auf unterschiedliche Parameter sowie eine Urinprobe. Mit dem Gesundheits-Check-Up können unter anderem Stoffwechselkrankeiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenkrankheiten gefunden werden.

Konkreter mit speziellen möglichen Erkrankungen befassen sich andere Früherkennungs-Untersuchungen. Ein Teil der Vorsorgeuntersuchungen wird besonders empfohlen und gewöhnlicherweise von der Krankenversicherung bezahlt.

Bei beiden Geschlechtern werden durchgeführt:

  • Darmkrebs-Früherkennung. Beginn mit 50 Jahren, zunächst alle 2 Jahre Test auf Blut im Stuhl, meist mit 55 und mit 65 Jahren jeweils eine Darmspiegelung zum Auffinden von möglichen Wucherungen im Darm

Bei der Frau sind weitere Untersuchungen:

  • Gynäkologische Krebsfrüherkennung mit Untersuchung des weiblichen Genitaltrakts, Abstrich auf verdächtige Zellen (Pap-Abstrich) bei Frauen ab 20 Jahren, jährlich

  • Brustuntersuchung mit Abtasten sowie Hautuntersuchung, ab 30 Jahren, jährlich

Beim Mann werden speziell die folgenden Untersuchungen vorgenommen:

  • Untersuchung des Genitalbereiches, der Prostata (Abtastuntersuchung) und der Haut, ab 45 Jahren, jährlich

Sollten in den Untersuchungen auffällige Befunde erhoben werden, so erfolgen weitergehende diagnostische Maßnahmen.

Neben diesen hauptsächlichen Früherkennungs-Untersuchungen gibt es eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen, die der Patient durchführen lassen kann. Sie können ebenso sinnvoll sein, um spezielle Erkrankungen rechtzeitig zu finden. Die Maßnahmen muss der Patient in der Regel aus eigener Tasche bezahlen. Zu diesen Vorsorgeuntersuchungen gehören:

  • Blutfettbestimmung/Cholesterinbestimmung und weitere Bluttests, z. B. Herzinfarktrisiko, Nierenwerte, Leberwerte, Diabetes, Tumormarker, Prostata-spezifisches Antigen (PSA, kann auf Prostatakrebs hinweisen)

  • Tests auf mögliche Geschlechtskrankheiten

  • HPV-Test (Test auf Viren, die bei der Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs eine Rolle spielen)

  • Urintest auf Blasenkrebs

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Letzte Aktualisierung am 16.02.2010.

Gesundheit und Erkrankungen im Alter

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