Die Diagnose wird durch verschiedene Untersuchungen gestellt.
Anamnese
Am Anfang jeder Untersuchung steht die Befragung des Patienten. Hierbei geht es vor allem um die Gewohnheiten (Rauchen, Alkohol) und die Vorerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Entzündungen am Auge)
des Betroffenen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs geht es um die Beschwerden an sich, z.B. den Zeitpunkt des Auftretens oder Schmerzen.
Körperliche Untersuchung
Zuerst wird die Augenfunktion geprüft, vor allem die Sehfunktion und das Sichtfeld. Dazu muss der Patient seine Augen auf einen vor ihm liegenden Punkt ausrichten. Dann führt der Arzt einen Gegenstand von hinten um den Patienten herum bis dieser ihn in den Augenwinkeln sieht.
Die Schwellung am Augenlid wird ausgiebig begutachtet. Der Arzt sollte auch das Lid umklappen, um die Innenseite begutachten zu können. Eine Tastuntersuchung der Geschwulst wird durchgeführt, um die Verschieblichkeit zu testen. Es wird außerdem untersucht, ob die Schwellung schmerzhaft (Hinweis auf einen Bluterguss) oder nicht (vermutlich Hagelkorn) ist. Die Diagnose kann meist eindeutig gestellt werden, in manchen Fällen bestehen jedoch Zweifel.
Labor
Eine Blutuntersuchung ist beim Hagelkorn nicht routinemäßig erforderlich, kann jedoch durchgeführt werden, um unklare Befunde weiter zu untersuchen. Dabei wird dann auf Entzündungszeichen oder verschiedene Tumormarker geachtet. Tumormarker sind Proteine, die zwar auch beim Gesunden gebildet werden, jedoch bei Vorliegen von Krebs stark ansteigen.
Auch die Suche nach Begleiterkrankungen kann eine Laborkontrolle erforderlich machen. Bei Verdacht auf Diabetes mellitus kann die Messung eines bestimmten „Diabetes-Markers" (HBA1C) erfolgen.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2009.