Bei Verdacht auf eine Bindehautentzündung sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, der dann einige Untersuchungen durchführen kann.
Anamnese
Im Gespräch mit dem Betroffenen kann der Arzt nach den Ursachen der Konjunktivitis suchen. Dabei wird sich das Gespräch vor allem auf den Beruf (z.B. langer Aufenthalt in klimatisierten Räumen oder im Auto) und auf die Gewohnheiten (z.B. Rauchen) des Patienten konzentrieren.
Untersuchung des Auges
An die Anamnese schließt sich dann direkt die Untersuchung des Auges an. Mit einer speziellen Lampe (Spaltlampe) kann der Arzt das Auge vergrößert und beleuchtet darstellen, was die Untersuchung erleichtert. Auch die Innenseite der Augenlider sollte untersucht werden, um die daran anliegende Bindehaut beurteilen zu können. Dazu müssen die Augenlider nach außen umgeklappt werden.
Nachbarstrukturen der Bindehaut (z.B. die Regenbogenhaut) müssen unbedingt mitbegutachtet werden, um ein Übergreifen der Infektion auszuschließen.
Dann sollte noch ein Abstrich des Auges erfolgen, damit eine bakterielle Infektion erkannt werden kann (selbst wenn andere Risikofaktoren wahrscheinlicher sind).
Allergietest
Ein Allergietest kann durchgeführt werden, um die häufigsten Allergene (Hausstaub, Pollen, Gräser) abzudecken und eine allergisch bedingte Konjunktivitis auszuschließen. Die Diagnose der Allergie kann auf verschiedene Arten gestellt werden (z.B. Hauttests, Karenzversuche) und muss vom behandelnden Arzt an das gesuchte Allergen angepasst werden.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2009.