Die wichtigste Wirkung des Hormons Insulin ist der Transport von Zucker (Glukose) in die Körperzellen. Somit wirkt es einem hohen Zuckerspiegel im Blut entgegen.
Die Glucose gelangt durch das Insulin schnell in die Leber-, Fett- und Muskelzellen, wo sie gespeichert werden kann.
Um diese Aufgabe zu erfüllen, bindet das Insulin an spezielle Rezeptoren, die sich auf der Oberfläche der Zellen befinden. Wenn es dort andockt, öffnen sich Kanäle an der Außenseite der Zellen (Zellmembran), und die Glucose kann aufgenommen werden.
Insulin erfüllt jedoch im Körper noch eine Reihe weiterer Aufgaben:
- Es aktiviert in der Leber und den Muskeln spezielle Enzyme, die Glucose in Stärke umwandeln, sodass sie in den Zellen besser gespeichert werden kann. Diese spezielle tierische Stärke wird als Glycogen bezeichnet.
- Außerdem regt Insulin in den Fettzellen weitere Enzyme an, die Glucose in Fett umwandeln und speichern können. Daneben wird der Abbau von Fett durch Insulin gehemmt.
- Neben diesen Eigenschaften fördert Insulin in hohem Maße das Wachstum. Es wird deshalb auch als anaboles, also aufbauendes, Hormon bezeichnet.
- Es beschleunigt des Weiteren nicht nur die Aufnahme von Glucose, auch Aminosäuren können durch Insulin in die Zellen transportiert werden. Somit wird die Bildung von Eiweiß in den Zellen gefördert.
- Wird Insulin in der Bauchspeicheldrüse gebildet, hemmt dies gleichzeitig die Produktion von Glukagon, einem weiteren Hormon, das als Gegenspieler von Insulin fungiert.
- Die Ausschüttung von Insulin fördert außerdem die Versorgung mit Mineralstoffen in hohem Maße.
Letzte Aktualisierung am 27.07.2009.