Die Herzultraschall-Untersuchung über die Speiseröhre wird im Prinzip bei den gleichen Fragestellungen durchgeführt, bei denen auch eine herkömmliche Echokardiographie (Herzultraschall) über die Brustwand vorgenommen wird. Dies ist bei vielen verschiedenen krankhaften Veränderungen am Herz der Fall. Die TEE (transösophageale Echokardiographie) hat jedoch den Vorteil, dass die Untersuchung näher am Herzen und durch wesentlich weniger Gewebeschichten hindurch erfolgt.
Lunge und Rippen als Störeinflüsse für das Bild fallen beim „Schluckecho" somit weg. Bei der TEE kann das Herz mit möglichen Erkrankungen genauer und feiner untersucht werden als beim normalen Herzecho. Daher eignet sich die Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre genau dann besonders gut, wenn Veränderungen mit einem Ultraschall über die Brustwand nicht ausreichend beurteilt werden können. Dies ist bei bestimmten Erkrankungen oder auch bei starkem Übergewicht oder Formveränderungen des Brustkorbs der Fall.
Erkrankungen, die sich mit der transösophagealen Echokardiographie (TEE) besonders gut feststellen lassen, sind z. B. Veränderungen der Herzklappen, Thromben (Blutgerinnsel) im Herz, Defekt in der Vorhofscheidewand, weitere Herzfehler, Entzündung im Herzen (Endokarditis), krankhafte Befunde der Aorta (Hauptschlagader) sowie Tumore im Herzen. Zudem lässt sich beurteilen, ob künstliche Herzklappen problemlos arbeiten.
Letzte Aktualisierung am 14.05.2009.