Es ist heute gängige Praxis das große Blutbild maschinell zu erstellen.
Ergeben sich bei der Differenzierung der verschiedenen Arten von weißen Blutkörperchen Auffälligkeiten, kann mittels Mikroskop noch einmal manuell nachuntersucht werden.
Als Untersuchungsmaterial dient i.d.R. venöses Blut, das in dem Blutentnahmeröhrchen mit EDTA versetzt wird. EDTA (Ethylendiamintetraacetat) ist ein Stoff, der verhindert, dass das Blut nach der Entnahme gerinnt, was seine Untersuchung unmöglich machen würde.
Für die Erstellung des großen Blutbildes wird Blut aus einer Vene abgenommen, was meistens am Arm geschieht. Eine beliebte Punktionsstelle ist hierbei die Ellenbeuge. Durch Anlegen eines Stauschlauchs wird verhindert, dass das Blut aus dem Arm abfließen kann. Die Haut am Punktionsort sollte mit einem alkoholischen Desinfektionsmittel behandelt werden, bevor sie durchstochen wird.
Es kommt häufig vor, dass den Patienten während, oder nach der Blutabnahme übel wird. Manchmal kommt es auch zu Ohnmachtsanfällen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten die Patienten daher nicht sofort aufstehen, sondern einige Minuten ruhig sitzen bleiben.