Noch größere Bedeutung als für die Diagnose eines Tumors hat das Protein jedoch bei der Verlaufs- und Therapiekontrolle eines bereits behandelten Pankreaskarzinoms. Der Erfolg der Therapie kann so beurteilt werden und möglicherweise auftretende Rezidive (erneutes Wachstum des Tumors) oder Metastasen (Tochtergeschwüre) können frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Weitere Krebsarten, bei denen das CA 19-9 erhöht sein kann:
Bei diesen Tumoren reicht es aber nicht aus, den CA 19-9-Wert alleine zu bestimmen. Häufig werden zusätzlich weitere Tumormarker gemessen, die auch ein solches Karzinom anzeigen können, um den Verdacht zu bestätigen.
Es gibt jedoch auch verschiedene Krankheiten, bei denen der Tumormarker-Wert erhöht ist, aber gar kein Krebs vorliegt. Dazu gehören Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Erkrankungen der Leber, Gallenwege oder des Magen-Darm-Trakts und die Mukoviszidose.
Außerdem erhöht starker Nikotingenuss die Konzentration dieses Proteins im Blut. Zu beachten ist auch, dass Patienten mit einer bestimmten Blutgruppe (Lewis-a/b-negativ) kein CA 19-9 bilden können. Eine Bestimmung des Proteins ist in diesem Fall nicht sinnvoll.