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Bio und Umwelt - Verzicht auf schädliche Substanzen


Was unterscheidet die ökologischen Landwirtschaft von der Bio-Landwirtschaft?

In der ökologischen Landwirtschaft werden verschiedene Substanzen weggelassen, die die Umwelt und Gesundheit gefährden können. Nicht verwendet werden chemische Schädlingsbekämpfungsmittel (Pestizide) oder Unkrautvernichter (Herbizide). Diese Mittel, die in der konventionellen Landwirtschaft oft versprüht werden, gelangen in den Boden und können sich in der Umwelt verbreiten. Sie vergiften nicht nur die eigentlich angepeilten Schädlinge, sondern auch viele andere Lebewesen in der Natur.

Sie können sich in der Nahrungskette anreichern und andererseits auch Lebewesen abtöten, die für die Nahrungskette wichtig sind. Die Artenvielfalt geht zurück. Viele der Pestizide und anderen Mittel können gar manchmal Krebs auslösen, die Fortpflanzung beeinträchtigen oder andere Giftwirkungen ausüben. Durch den Verzicht auf Pestizide & Co. trägt die biologische Landwirtschaft dazu bei, die Natur und die menschliche Gesundheit zu schonen.

Mineralische Düngemittel werden in der Bio-Landwirtschaft nicht eingesetzt. Die Mineraldünger können zur Anreicherung schädlicher Substanzen in der Umwelt führen. Das Grundwasser wird belastet, und im Oberflächenwasser sammeln sich die Mineralstoffe ebenfalls an. Es besteht die Gefahr, dass Gewässer zu viele Mineralien und Nährstoffe bekommen, unter zu großem Algenwachstum leiden und „umkippen" (eutrophieren).

In der konventionellen Landwirtschaft werden den Nutztieren oftmals Antibiotika gegeben. Das ist bei der Bio-Landwirtschaft bis auf absolute Ausnahmen verboten. Andere chemische Medikamente werden ebenfalls nur im Notfall eingesetzt. Präparate zur Leistungssteigerung und zum Wachstum sind nicht erlaubt.

In der ökologischen Landwirtschaft wird auch auf Gentechnik verzichtet. Als Gentechnik wird die gezielte Veränderung der Erbinformation von Lebewesen bezeichnet. Die manipulierten Gene und dazugehörigen Lebewesen können sich in der Umwelt verbreiten. Die Auswirkungen beispielsweise auf das ökologische Gleichgewicht sind nicht abzuschätzen. Das ist für Öko-Landwirte Grund genug, um die Gentechnik abzulehnen.

Außerdem wird in der Bio-Produktion auf eine Lebensmittelbestrahlung verzichtet, da deren mögliche Gefahren auf Umwelt und Gesundheit unüberschaubar sind.


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Letzte Aktualisierung am 01.07.2011.

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