Als Tagesbedarf wird für Männer 10mg und für Frauen 15mg empfohlen. Bei Kindern ab 8 Jahre sind ebenfalls täglich 10 bis 12mg Eisenaufnahme empfohlen. Der höhere Wert für Frauen liegt darin begründet, dass durch die monatliche Regelblutung mehr Eisen ausgeschwemmt wird. Auch in einer Schwangerschaft oder in der Zeit des Stillens kann es nötig sein die Eisenzufuhr zu erhöhen, wobei hier bis zu der doppelten Menge an Eisen vom weiblichen Körper benötigt wird als außerhalb einer Schwangerschaft. Daneben zeigt sich ein höherer Bedarf bei Sportlern, Kindern in den Wachstumsphasen, Blutspendern, Vegetarier, Senioren, sowie bei Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, Blutkrankheiten oder auch bei Tumoren.
Generell kann man über den Eisenmangel in Europa zwei Dinge sagen: Ein Eisenmangel ist gerade in den industriellen Ländern nach dem Jodmangel der zweithäufigste Mineralsstoffmangel. Trotzdem findet sich nur in seltenen Fällen ein schwerwiegender Eisenmangel unter der Bevölkerung. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung kommt ein Eisenmangel normalerweise nicht vor, es sei denn, dass man unter einer bestimmten Erkrankung leidet oder sich in einer Lebensphase befindet, die sich auf den Eisenhaushalt auswirkt. Hierzu zählen eine Schwangerschaft, die Stillzeit, eine ständige Ernährung als Vegetarier, bei Senioren, die wenig Nahrungsmittel zu sich nehmen oder auch Sportler. Ein Eisenmangel zeigt sich zumeist an einer Blutarmut, eine sehr blasse Gesichtsfarbe, einer allgemeinen Müdigkeit und Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit, Gereiztheit, Nervosität, Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen. Weitere Indizien für einen Eisenmangel sind zudem Rillen in den Fingernägeln, eine raue und spröde Haut, Atemnot, Herzklopfen, Verstopfungen oder auch ein anhaltendes Zungenbrennen. Doch auch das Gegenteil einer Unterversorgung mit Eisen kann eintreten. Nimmt man über einen längeren Zeitraum zuviel Eisen zu sich, dann folgen zumeist eine Braunfärbung der Haut, Leberveränderungen und Störungen bei der Herztätigkeit.