Zahlreiche Wirkungen des Ginkgos konnten nachgewiesen werden. Zu ihnen gehören die Steigerung der Toleranz, insbesondere des Hirngewebes, gegenüber Sauerstoffmangel, Förderung der Gehirndurchblutung, Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, PAF-Hemmung (Plättchenaktivierender Faktor), Beeinflussung zentraler Neurotransmitter und Inaktivierung schädlicher Radikale.
Ginkgo kann bei durchblutungsbedingtem Schwindel, gefäßbedingten Seh- und Hörstörungen, Tinnitus, Durchblutungsstörungen und bei altersbedingten Gedächtnis- und Konzentrationsbeschwerden eingesetzt werden.
Bei Arteriosklerose und arteriellen Verschlusskrankheiten kann Ginkgo die Schmerzen lindern. Auch bei mäßigen Alzheimer-Beschwerden kann Ginkgo verwendet werden.
In der traditionellen chinesischen Medizin findet Ginkgo Verwendung bei Alkoholmissbrauch, eitrigen Entzündungen der Schleimhaut, Wunden, sowie zur Unterstützung der Lungenfunktion, des Kreislaufs und der Spermienproduktion. Auch zur Wiederherstellung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit wird er eingesetzt.
In der Volksmedizin werden Ginkgopräparate auch bei altersbedingtem Leistungsabfall, funktionellen Herzbeschwerden, der Raynaud-Erkrankung (Gefäßerkrankung), Venenentzündungen und zur Vorbeugung von Nerven- und Gehirnschäden durch einen Schlaganfall verwendet.
Außerdem soll er Thrombosen vorbeugen, indem er die Fließeigenschaft des Blutes verbessert und die Gerinnungsneigung vermindert.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Ginkgo wird als Extrakt angewendet, in denen die Wirkstoffe angereichert sind und Substanzen, die Nebenwirkungen auslösen, entfernt wurden.
Dementielles Syndrom: Die Tagesdosis beträgt 120 - 240 mg Trockenextrakt. Sie wird täglich in 2 - 3 Einzeldosen eingenommen.
Verschlusserkrankungen, Schwindel und Tinnitus: Die Tagesdosis beträgt 120 - 160 mg Trockenextrakt. Sie wird täglich in 2 - 3 Einzeldosen eingenommen.
Die Ginkgopräparate sollten nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Symptome.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.