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Mobilität im Alter


Was ist mit Mobilität im Alter gemeint?

Mobilität bedeutet allgemein Beweglichkeit. Der Ausdruck kann in unterschiedlichem Zusammenhang verwendet werden. Im engeren Sinne beschreibt Mobilität die Fähigkeit, sich fortbewegen zu können und ferner auch, Tätigkeiten des normalen Lebens ausüben zu können. Die Mobilität nimmt im Alter einen großen Stellenwert ein, da sie ein entscheidender Faktor für das selbstständige Leben ist. Die Fortbewegung kann entweder ohne Hilfsmittel oder mit Hilfsmitteln mehr oder weniger gut gelingen. Kann sich eine Person gar nicht mehr eigenständig von der Stelle fortbewegen, so ist sie immobil. Es können in diesem Sinne fünf Mobilitätsgrade unterschieden werden. Des Weiteren ist bei der Mobilität im Alter oftmals von der Fähigkeit die Rede, am Straßenverkehr teilzunehmen.


Was gehört aus medizinischer Sicht zur Mobilität?

Die Mobilität ist in der Medizin die Fähigkeit, sich von der Stelle zu bewegen und die Körperlage zu verändern. Von zentraler Bedeutung ist die Möglichkeit, gehen zu können. Wer zum Gehen nicht mehr ausreichend in der Lage ist, bekommt Schwierigkeiten bei vielen alltäglichen Dingen. Vor allem ältere Menschen benötigen oft eine Gehhilfe in irgendeiner Form. Einige Personen sind auf den Rollstuhl angewiesen und sind damit mehr oder weniger mobil.

Zur Mobilität gehören aber auch noch weitere Bewegungen. Schwierigkeiten können beispielsweise auftreten bei Lageveränderungen im Sitzen, Liegen oder Stehen oder beim Aufstehen. Im schlimmsten Fall kann ein Wundliegen (Dekubitus) oder eine bleibende Muskelverkürzung (Kontraktur) auftreten. Auch ist es von Vorteil, die Position halten zu können, z. B. aufrecht sitzen oder sicher stehen zu können, ob mit oder ohne Aufstützen. Des Weiteren kann es wichtig sein, bei der Fortbewegung auch etwas tragen oder transportieren zu können. Die Tätigkeiten des selbstständigen Lebens sollten so gut wie möglich ausgeübt werden können, beispielsweise Anziehen, Körperpflege und Essen zubereiten.

Was kann für die Mobilität im Alter hinderlich sein?

Vor allem Alterserscheinungen können sich deutlich auf die Beweglichkeit und Fortbewegung von Senioren auswirken. Oft werden die Auswirkungen auch als Gebrechlichkeit umschrieben. Im hohen Alter kommt es im Allgemeinen zu einer Abnahme der Muskelkraft, einer geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit und Verschlechterung der Koordination. Der alte Mensch kann eine zunehmende Unsicherheit beim Gehen bekommen. Diese Alterungsprozesse können durch Training und gesundes Leben in vielen Fällen lange aufgehalten werden. Schwierigkeiten kann ebenso einerseits ein mögliches Untergewicht mit eventuellen Mangelerscheinungen bereiten, aber auch eine mögliche Fettsucht, die die Fortbewegung erschwert und zu weiteren Krankheiten führen kann.

Häufig sind Krankheiten für eine Immobilität verantwortlich. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), eine vor allem im Alter häufige Krankheit, kann unter anderem zu Schäden an den Füßen (Diabetischer Fuß) führen. Aus diesem oder anderen Gründen kann das Tragen einer Prothese notwendig sein. Auswirkungen auf die Mobilität können ebenso Arthrose (Gelenkverschleiß) und andere Gelenkerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lähmungen (z. B. bei Schlaganfall), die Parkinson-Erkrankung oder Knochenbrüche haben. Eine Rolle kann eine Demenz (Verfall geistiger Fähigkeiten) spielen. Außerdem können Augenerkrankungen und Schwerhörigkeit die Möglichkeiten der Orientierung und Fortbewegung begrenzen.


Mobilitätsgrad und Hilfsmittel »

Letzte Aktualisierung am 16.02.2010.

Aktiv leben im Alter

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