Die Mobilität ist in der Medizin die Fähigkeit, sich von der Stelle zu bewegen und die Körperlage zu verändern. Von zentraler Bedeutung ist die Möglichkeit, gehen zu können. Wer zum Gehen nicht mehr ausreichend in der Lage ist, bekommt Schwierigkeiten bei vielen alltäglichen Dingen. Vor allem ältere Menschen benötigen oft eine Gehhilfe in irgendeiner Form. Einige Personen sind auf den Rollstuhl angewiesen und sind damit mehr oder weniger mobil.
Zur Mobilität gehören aber auch noch weitere Bewegungen. Schwierigkeiten können beispielsweise auftreten bei Lageveränderungen im Sitzen, Liegen oder Stehen oder beim Aufstehen. Im schlimmsten Fall kann ein Wundliegen (Dekubitus) oder eine bleibende Muskelverkürzung (Kontraktur) auftreten. Auch ist es von Vorteil, die Position halten zu können, z. B. aufrecht sitzen oder sicher stehen zu können, ob mit oder ohne Aufstützen. Des Weiteren kann es wichtig sein, bei der Fortbewegung auch etwas tragen oder transportieren zu können. Die Tätigkeiten des selbstständigen Lebens sollten so gut wie möglich ausgeübt werden können, beispielsweise Anziehen, Körperpflege und Essen zubereiten.
Vor allem Alterserscheinungen können sich deutlich auf die Beweglichkeit und Fortbewegung von Senioren auswirken. Oft werden die Auswirkungen auch als Gebrechlichkeit umschrieben. Im hohen Alter kommt es im Allgemeinen zu einer Abnahme der Muskelkraft, einer geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit und Verschlechterung der Koordination. Der alte Mensch kann eine zunehmende Unsicherheit beim Gehen bekommen. Diese Alterungsprozesse können durch Training und gesundes Leben in vielen Fällen lange aufgehalten werden. Schwierigkeiten kann ebenso einerseits ein mögliches Untergewicht mit eventuellen Mangelerscheinungen bereiten, aber auch eine mögliche Fettsucht, die die Fortbewegung erschwert und zu weiteren Krankheiten führen kann.
Häufig sind Krankheiten für eine Immobilität verantwortlich. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), eine vor allem im Alter häufige Krankheit, kann unter anderem zu Schäden an den Füßen (Diabetischer Fuß) führen. Aus diesem oder anderen Gründen kann das Tragen einer Prothese notwendig sein. Auswirkungen auf die Mobilität können ebenso Arthrose (Gelenkverschleiß) und andere Gelenkerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lähmungen (z. B. bei Schlaganfall), die Parkinson-Erkrankung oder Knochenbrüche haben. Eine Rolle kann eine Demenz (Verfall geistiger Fähigkeiten) spielen. Außerdem können Augenerkrankungen und Schwerhörigkeit die Möglichkeiten der Orientierung und Fortbewegung begrenzen.