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COPD - Diagnose


Zur Diagnose wird die Lungenfunktion bestimmt

Die Diagnose der COPD wird durch ein Verfahren namens Spirometrie gestellt. Dies ist ein Test, der das Luftvolumen misst, das die Testperson ein- und ausatmen kann. Zusätzlich misst es die Zeit, die für das Ein- und Ausatmen des entsprechenden Volumens benötigt wird.

Für die Diagnose der COPD werden folgende Parameter bestimmt:

  • FVC (forcierte Vitalkapazität): Das maximale Volumen, welches bei einem verstärkten Atemmanöver ausgeatmet werden kann
  • FEV1 (forciert exspiriertes Volumen in einer Sekunde): Das Volumen, welches innerhalb der ersten Sekunde einer maximalen Ausatmung ausgeatmet werden kann. Die FEV1, die auch als Einsekundenkapazität bezeichnet wird, zeigt an, wie schnell die Lungen geleert werden können. Sie wird nach maximaler Einatmung gemessen.
  • FEV1/FVC: Dieser Quotient ist hilfreich, um die Obstruktion (Verengung) der Atemwege nachzuweisen.

Das Verhältnis von FEV1 zu FVC liegt beim gesunden Erwachsenen zwischen 70 und 80%. Die FEV1 ist abhängig von Alter, Geschlecht, Größe und Rasse, so dass sie als Prozent eines entsprechenden Normwertes angegeben wird.

Bei der COPD ist die FEV1 durch die Verengung der Atemwege vermindert.

Die GOLD, die globale Initiative für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, hat eine Leitlinie erstellt, nach der die COPD in vier Schweregrade eingeteilt wird. An diesen Schweregraden orientiert sich auch die Therapie.

Schweregrad I
milde COPD
II
moderate COPD
III
schwere COPD
IV
sehr schwere COPD
Klinische
Parameter
  • mit oder ohne Symptome
  • FEV1/FVC <70%
  • FEV1 ≥80% (keine Funktions-einschränkung)
  • mit oder ohne Symptome
  • FEV1/FVC <70%
  • 50%≤ FEV1 <80%
  • mit oder ohne Symptome
  • FEV1/FVC <70%
  • 30%≤ FEV1 <50%
  • FEV1/FVC <70%
  • FEV1 <30% oder
  • FEV1 <50% + chronische Ateminsuffizienz oder Rechtsherz-insuffizienz

Weitere Untersuchungen:

  • Blutgasanalyse, um eine verminderte Sauerstoffkonzentration im Blut nachzuweisen
  • Laboruntersuchungen: Blutbild, Auswurfuntersuchung und IgE-Bestimmung (zur Abgrenzung gegen Asthma bronchiale), α1-Antitrypsin-Bestimmung bei frühem Auftreten der COPD
  • Röntgenaufnahme der Lunge zum Ausschluss anderer Erkrankungen
  • Computertomographie (CT) der Lunge zur deutlichen Darstellung der Veränderungen

Differentialdiagnosen

Die wichtigste Differentialdiagnose ist das Asthma bronchiale. Die hauptsächlichen Unterschiede zur COPD, die trotz allem nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, sind:

  • früher Beginn (oft in der Kindheit)
  • Symptome sind jeden Tag unterschiedlich und treten meist in der Nacht oder den frühen Morgenstunden auf
  • meist in Kombination mit Allergien, Heuschnupfen und/oder Hautekzemen
  • weitere Fälle von Asthma in der Familie
  • Atmungseinschränkung bildet sich durch die Gabe von Medikamenten (fast) vollständig zurück

Weitere Differentialdiagnosen:

  • angeborene Herzfehler
  • Bronchiektasien (Erweiterungen der Bronchien, die sich nicht mehr zurückbilden können)
  • Tuberkulose
  • obliterative Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege, die dadurch verlegt werden)
  • diffuse Panbronchiolitis (chronische Entzündung der kleinen Atemwege)

 


« Symptome der COPD Therapie der COPD »

Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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