Ist die Mechanik des Schultergelenks, egal aus welchem Grund, gestört, so verlässt der Oberarmkopf seine ursprüngliche Position im Gelenk und wandert nach oben, unter das Schulterdach. In der Folge kommt es zu einer Fehlbelastung des Schultergelenkknorpels. Der Gelenkknorpel wird abgerieben und führt letztendlich zur Schultegelenkarthrose.
Der Knorpelschaden begünstigt die Entstehung von oft schmerzhaften Knochenneubildungen, den so genannten Osteophyten, an den Rändern des Gelenkes. Die Beschwerden der Schultergelenkarthrose sind relativ unspezifisch.
Hierzu gehören:
- Schulterschmerzen
- Bewegungseinschränkung des Gelenkes
- Recht typisch sind dagegen folgende Symptome:
- allmählicher Beginn von diffusen Schulterschmerzen (oft in Ruhe, nach Belastung oder während Schulter belastender Tätigkeit).
- Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter.
- Bewegungsschmerzen der Schulter vor allem bei Drehbewegungen (Rotation) des Armes.
- Mit zunehmender Erkrankung wird der Bewegungsumfang des Schultergelenks geringer.
- Schmerzbedingte Schonhaltung
- Funktionseinschränkungen
Wie sieht die Diagnose aus?
Nach einem Arzt-Patienten-Gespräch und der Schilderung der Beschwerden durch den Patienten, kann der Verdacht auf eine Schultergelenkarthrose gestellt werden. Bei der klinischen Untersuchung des Schultergelenks kann der Arzt bei Bewegung eine Art Reiben spüren, welches auf den Verlust des Gelenkknorpels zurückzuführen ist. Häufig kommt es auch zu einer Einschränkung der Beweglichkeit im Gelenk.
Zudem werden die Muskeln aufgrund der bei Bewegungen auftretenden Schmerzen weniger beansprucht und führen zu einer Abnahme der Muskelmasse in diesem Bereich. Im nächsten Schritt erfolgt die apparative Diagnostik. Durch eine Röntgenaufnahme lässt sich die Diagnose der Arthrose sichern.
Im Röntgenbild lassen sich typische Veränderungen erkennen:
- Verschmälerung des Gelenkspaltes
- Verformung des Oberarmkopfes (spornartige Ausziehungen bzw. Osteophyten, Zeichen der bereits fortgeschrittenen Erkrankung)
- Verschleiß der Rotatorenmanschette (Verschmälerung nach oben zum Akromion hin)
- Verbrauch der hinteren Anteile der Gelenkpfanne (primäre Arthrose)
Genauere Informationen können die Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) liefern. Die MRT ermöglicht zum einen eine bessere Beurteilung der Beschaffenheit der Gelenkpfanne und gibt zudem Aufschluss über den Zustand der am Schultergelenk beteiligten Muskeln und Bänder. Sie dient auch für die Planung einer Schulterprothese und ist zum Ausschluss anderer Krankheiten von großer Bedeutung.
Letzte Aktualisierung am 31.07.2009.