Unter einer Omarthrose versteht man Verschleißerscheinungen des Gelenkknorpels im Schultergelenk (Glenohumeralgelenk). Genauer genommen kommt es zu einem Abrieb von Knorpel im Oberarmkopf und/oder der Schultergelenkspfanne.
Es wird zwischen einer primären und einer sekundären Form der Schulterarthrose (Omarthrose) unterschieden. Die Arthrose ist häufig Folge von mechanischen Überlastungen, Schäden an der Rotatorenmanschette, Unfällen oder Entzündungen. Die Betroffenen leiden meist unter uncharakteristischen Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter.
Die Arthrose eines Schultergelenks betrifft insbesondere Menschen im vierten und fünften Lebensjahrzehnt. Zudem tritt die Schultergelenksarthrose seltener auf, als eine Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks, da die Schulter nicht das Körpergewicht tragen muss, wie das bei den anderen Gelenken der Fall ist.
Welche Ursachen gibt es?
Bei der primären Schulterarthrose lässt sich keine erkennbare Ursache für die Omarthrose feststellen. In diesem Fall spricht man auch von einer idiopatischen Omarthrose. Diskutiert werden hier vor allem genetische Faktoren oder langjährige körperliche Belastungen der Schultergelenke.
Die sekundäre Schulterarthrose kann verschiedene Ursachen haben:
- Schäden an der Rotatorenmanschette: Sie werden hervorgerufen durch Degeneration oder Unfallereignisse und führen zu einem Stabilitätsverlust und zur Störung der Mechanik im Schultergelenk.
- Operationen am Schultergelenk: Durch Operationen im Bereich der Schulter kann das Schultergleichgewicht gestört werden. Dies ist der Fall z.B. nach Schultergelenkverrenkungen (Schulterluxation). Durch die Raffung der vorderen Schulterkapsel kann der Oberarmkopf nach hinten gedrückt werden und zu einer Störung der Mechanik führen. In der Folge kommt es zur Überlastung des Pfannengelenkknorpels im hinteren Schulterbereich.
- stattgehabene Knochenbrüche unter Mitbeteiligung des Schultergelenks
- Folge einer Oberarmnekrose (Oberarmkopfsterben): Aufgrund einer Mangeldurchblutung kann der Oberarmkopf absterben und zur Schulterarthrose führen.
- Folge einer Verletzung im Schulterbereich: Verletzungen im Bereich des Schulterblattes oder des Oberarmkopfes können zu Unebenheiten der Knorpelflächen oder Gelenkfehlstellungen führen. Dies führt zu einem vermehrten Knorpelabrieb und schließlich zur Schulterarthrose.
- Entzündungen: Selten treten bakterielle Entzündungen der Schulter auf, die entweder durch eine Keimverschleppung über den Blutweg oder durch ärztliche Behandlungsmaßnahmen, z.B. Spritzengabe hervorgerufen werden können. Die Bakterien können das Gelenk rasch schwer schädigen. Viel häufiger kommen nicht-bakterielle Schultergelenkentzündungen wie die chronische Polyarthritis (Gelenkrheuma) vor. Bei einer chronischen Entzündung, wächst die Gelenkschleimhaut in den Gelenkknorpel ein und zerstört diese zunehmend.
Als seltene Ursachen können aufgelistet werden:
- Gicht
- Chondromatose
- Hämochromatose
- Syringomyelie
- Diabetische Osteoarthropathie
Letzte Aktualisierung am 31.07.2009.