Stoffwechsel
Krankheiten, die den gesamten Stoffwechsel betreffen können auch dem Gelenkknorpel großen Schaden zufügen. Als Beispiel sei hier Diabetes mellitus genannt. Bei Diabetes kommt es zu Gefäßveränderungen, bis hin zu kompletten Verschlüssen von kleineren Gefäßen. Knorpel wird nicht direkt durchblutet, er bekommt seine Nährstoffe über Blutgefäße, die in der Nähe liegen (z.B. Gelenkkapsel).
Es besteht also auch im gesunden Zustand eine grenzwertige Ernährungssituation. Wird diese durch den Verschluss eines wichtigen Gefäßes noch verschärft, wird der Knorpel unterernährt und bildet sich zurück, bis Verbrauch und Angebot an Nährstoffen wieder übereinstimmen. Hieraus können schwere Knorpeldegenerationen (Rückbildungen) resultieren.
Gelenkstellung
Vor allem das Hüft- und das Kniegelenk sind von Fehlstellungen betroffen, da sie das ganze Körpergewicht tragen müssen. Die Fehlstellungen bewirken, dass nur ein geringer Teil des Knorpels das gesamte Körpergewicht tragen muss. Hieraus entstehen Schäden, die ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu reparieren sind.
Verschleiß
Der Hauptgrund aber für eine Hüftgelenksarthrose ist Verschleiß. Das Hüftgelenk ist schon beim normalen Gehen extremen Belastungen ausgesetzt, durch Sprünge oder Sprints werden diese noch erhöht. Dazu kommt, dass dieses Gelenk sehr sicher sein muss. Es stellt gewissermaßen den tragenden Pfeiler der Skelettkonstruktion dar. Darum sind sowohl Muskulatur als auch Bänderschraube darauf ausgelegt, den Oberschenkelkopf in die Hüftpfanne zu pressen. Die Schwerkraft tut ihr übriges. Durch all diese Belastungen wird der Knorpel über Jahre hinweg soweit geschädigt, dass eine Regeneration nicht mehr möglich ist.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.