Diagnose - Anamnese und körperliche Untersuchung
Wie läuft die Anamnese ab?
In der Rheumatologie ist die Befragung (Anamnese) des Patienten besonders wichtig. Durch die Krankengeschichte und den aktuellen Beschwerden kann sich der Arzt ein erstes Bild der vorliegenden Krankheit machen. Im Vordergrund stehen folgende Fragen:
- Welche Schmerzsymptome treten auf? Wo ist der Schmerz lokalisiert? Wann und wie oft tritt der Schmerz auf? Um welche Schmerzart handelt es sich (Anlaufschmerz, Morgenschmerz und -steifigkeit, Nachtschmerz?) Ist der Schmerz ausstrahlend?
- Treten irgendwelche Funktionseinschränkungen auf, z.B. bei Alltagsaktivitäten wie Kleidung anziehen, Kämmen oder Aufstehen?
- Treten neben den Schmerzen noch andere Symptome auf? Nebenbeschwerden wie Hautschuppen, Schluckstörungen, trockene Augen und Mund, Entzündungen der Augen oder der Harnröhre. Diese Nebenbefunde sind enorm wichtig und werden deshalb bei der Anamnese besonders genau erfragt.
Körperliche Untersuchung
Bei der körperlichen Untersuchung sucht der Arzt nach sichtbaren Hautveränderungen (Rötungen und Verfärbungen), Schwellungen, Fehlstellungen und Muskelschwund sowie Rheumaknoten. Des weiteren erfolgt eine Tastuntersuchung (Palpation). Sie gibt Auskunft über Hauttemperatur, Weichteilschwellungen, Sehnenansatzschmerzen, Gelenkergüsse, Druckschmerzen und knöcherne Veränderungen (Fersensporn). Im Anschluss folgt eine Funktionsprüfung. Diese beinhaltet vor allem die Prüfung der Beweglichkeit der Gelenke, der Kraft (z.B. Tasche tragen, Flasche heben) und der Präzision (Daumen gegen Fingerkuppen anderer Finger).
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Letzte Aktualisierung am 28.07.2009.
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