Röntgenuntersuchungen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn man Schädigungen der Knochen oder knöcherner Veränderungen an den Gelenken oder der Wirbelsäule nachweisen möchte. Solche krankhaften Veränderungen treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Daher kann es durchaus passieren, dass während einer Röntgenbilduntersuchung im Frühstadium von Rheuma, noch gar keine krankheitsbedingten Veränderungen nachgewiesen werden können. Typische Veränderungen der Knochen treten erst nach sechs Monaten oder bis zu zwei Jahren, nach Ausbruch der rheumatischen Erkrankung, auf und sind erst dann im Röntgenbild sichtbar. Zudem lassen sich je nach Stadium der Erkrankung bestimmte Knochen- und Gelenkveränderungen erkennen, vor allem an Händen und Füßen.
Mit Hilfe der Computertomographie werden Querschnittsbilder des gesamten Körpers angefertigt. Sie ermöglicht einen Überblick über die dreidimensionale Struktur der Knochen sowie der inneren Organe wie Lunge, Leber oder Gehirn. Das CT spielt jedoch nur in Ausnahmefällen eine Rolle. Im Frühstadium der Erkrankung können Röntgenbild und CT noch völlig unauffällig sein.
Bei der Sonographie werden Organe mittels Ultraschallwellen sichtbar gemacht. Neben dem Röntgen ist der Ultraschall fester Bestandteil der bildgebenden rheumatologischen Diagnostik. Besonders geeignet ist er zum Nachweis von Knorpelveränderungen sowie Flüssigkeiten z.B. Schleimbeutelentzündungen oder der Differenzierung zwischen einem Gelenkerguss und einer Verdickung der Gelenkinnenhaut.
Bei der Szintigraphie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren aus dem Bereich der nuklearmedizinischen Diagnostik. Mit diesem Verfahren werden entzündlich bedingte Gelenkveränderungen nachgewiesen und das Verteilungsmuster der befallenen Gelenke sichtbar gemacht. Die Patienten erhalten hierzu eine radioaktive Substanz (radioaktiv markierte Teilchen), die entweder in die Armvene oder über den Mund verabreicht werden und sich bevorzugt in das Knochengewebe einlagern. Diese Substanzen geben eine ungefährliche Menge Strahlung in den Organen ab, die im Anschluss untersucht werden sollen. Im Anschluss werden sowohl Ganzkörper- als auch Einzelaufnahmen der Gelenke mithilfe einer speziellen Kamera gemacht.
Entzündete Gelenke sind deutlich stärker durchblutet, so dass sich hier die radioaktive Substanz schon wenige Minuten nach der Injektion in entzündeten Gelenkbereichen anreichert und sich dadurch auf den frühen Aufnahmen erkannbar macht. Bei den Spätaufnahmen (nach 2-3 Stunden) lässt sich zudem eine Anreicherung der radioaktiven Substanz an geschädigten Knochenbereichen, an denen gerade Reparationsvorgänge oder Knochenneubildungen erfolgen, erkennen. In der rheumatologischen Diagnostik ist der Wert der Szintigraphie dennoch begrenzt.
Auch bei diesem Verfahren handelt es sich um eines der weniger schädlichen Bildgebungsverfahren, da keine Strahlenbelastung zu befürchten ist. Mit dem MRT kann man äußerst genaue Abbildungen von Organen und Gelenken erstellen. Sogar kleinste Knorpelveränderungen oder Veränderungen der Knorpelschicht können problemlos dargestellt werden.
Durch das MRT ist außerdem eine räumliche Dartstellung der betroffenen Körperpartien, vor allem der Gelenke, möglich. Dadurch kann man auch Informationen über die entzündlichen Veränderungen der die Entzündung umgebenden Weichteile (z.B. Muskeln und Sehnen) gewinnen. Das Erkennen der Weichteilveränderungen ist von großer Bedeutung, da diese Wandlungen schon im Frühstadium der Erkrankung wichtige Hinweise auf das vorliegende Rheuma liefern können. Das MRT wird primär dür die Abbildung des Rückenmarks, der Weichteile und der Wirbelsäule genutzt.