Laboruntersuchungen sind häufig unerlässlich für die Erkennung einer entzündlich rheumatischen Erkrankung. Nachgewiesen werden vor allem die Entzündungsparameter Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und CRP. Diese Werte sind jedoch sehr unspezifisch. Wichtige Hinweise geben häufig Autoantikörpernachweise (z.B. Rheumafaktoren), die Bestimmung immungenetischer Faktoren (z.B. HLA-B27) und die Untersuchung von Gelenkflüssigkeit. Einige Autoantikörper treten nur oder gehäuft in Verbindung mit bestimmten Erkrankungen auf, so dass der Nachweis dieser Antikörper mit den typischen Symptomen, die Diagnose absichert. Besteht der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen, so erfolgen weitere Untersuchungen. Diese sind:
Beachte: Ein negativer Rheumabluttest schließt eine rheumatische Erkrankung nicht sicher aus. Trotz negativem Bluttest können rheumatische Schmerzen oder Schmerzen im Bewegungsapparat vorhanden sein. In den meisten Fällen ist der Rheumafaktor oft negativ. Trotzdem liegt hier eine rheumatische Erkrankung vor (z.B. bei allen so genannten seronegativen Spondarthritiden).
Eine Gelenkpunktion wird oftmals bei unklaren Gelenkergüssen durchgeführt. Hierbei wird die Gelenkflüssigkeit durch eine Nadelpunktion aus dem Gelenk angesaugt. Die Gelenkpunktion ergibt beim Gesunden nur wenig Flüssigkeit, welches in der Regel klar und nur selten leicht gelblich gefärbt ist.
Kann man hingegen viel klare Flüssigkeit punktieren, so spricht dies für eine Arthrose. Die Trübung der Gelenkflüssigkeit wird durch die weißen Blutkörperchen hervorgerufen, welche vor allem bei infektiösen und hochentzündlichen Prozessen in den Gelenkspalt einwandern, z.B. wie bei einer Arthritis. Falls Bänder oder Knochenteile innerhalb eines Gelenkes ausgerissen sind, so zeigt sich ein blutiger Erguss.