Meningeom
Meningeome sind Zellwucherungen. Es handelt sich hierbei um ein unkontrolliertes Mengen- und Größenwachstum von Zellen der Hirnhaut. Hier ist leider auch, wie bei den meisten Tumoren, die Ursache noch ungeklärt. Man konnte jedoch bei Kindern, die wegen einer anderen Tumorerkrankung bereits bestrahlt wurden feststellen, dass sie ein höheres Risiko besitzen an einem Meningeom zu erkranken.
Dennoch treten die meisten Meningeome spontan auf. Man vermutet jedoch auch als Ursache einen genetischen Defekt, da Deletionen (Auslöschungen) von Genmaterial festgestellt werden konnte.
Neurinom
Die Ursache eines Neurinoms ist unbekannt. Bei einer kleinen Gruppe der Betroffenen konnte man jedoch einen genetischen Defekt als Ursache dieser Erkrankung feststellen.
Knochenmetastasen
Interessant ist vor allem, dass Knochenmetastasen 25-mal häufiger vorkommen als bösartige Tumore, die direkt vom Knochengewebe abstammen. Es handelt sich hierbei um ein Spätsymptom und Zeichen einer Generalisierung der Tumorerkrankung. Die Metastasierung ist abhängig vom Organ und Stadium des Primärtumors. Sie entstehen in der Regel als Folge einer über die Blutbahn verlaufenden Tumorzellaussaat.
Die Tumorzellen haben die Fähigkeit am Ort der Metastasierung knochenauflösende oder knochenbildende Zellen zu aktivieren, dadurch kommt es zu Veränderungen des betroffenen Knochens. Die Knochensubstanz wird entweder aufgelöst oder neu gebildet. Die Tumorzellen (mit wenigen Ausnahmen) selbst sind nicht in der Lage, Knochen zu aktivieren oder zu zerstören. Befallene Knochen werden instabil, da sie zunehmend ihre Festigkeit verlieren.
So können sie auch bei kleinen Belastungen, ohne wesentlichen äußeren Anlass, bereits brechen. Meistens wird das Achsenskelett befallen, also Wirbelsäule, Becken und Rippen, evtl. auch der Schädelknochen. Die Röhrenknochen der Gliedmaßen sind nur selten betroffen. Die häufigsten Metastasen an der Wirbelsäule sind bedingt durch das Mammacarcinom (Brustkrebs), Bronchialcarcinom (Lungenkrebs), Prostatacarcinom, Nierenzellcarcinom und Schilddrüsencarcinom.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.