Bei Nachtarbeit zeigt sich eine verminderte Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Der Arbeitende wird besonders schnell müde. Aus diesem Grund können häufiger Fehler und Unfälle passieren. Tagsüber dagegen muss der Betroffene sich den Schlaf einholen, der in der Nacht nicht gehalten werden kann. Dabei ergeben sich Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Der Schlaf ist oft zu kurz und die Schlafqualität zu gering. Ähnliche Auswirkungen zeigen sich auch beim Nachtschlaf nach einer Periode, bei der zur Nachtzeit gearbeitet werden musste.
Längerfristig kommt es zur Abgeschlagenheit und zu Schlafstörungen. Es kommt zu allgemeinen Symptomen wie beispielsweise erhöhter Reizbarkeit, Nervosität sowie zu Kopfschmerzen. Seelische Probleme wie z. B. depressive Verstimmung können ebenfalls die Folge sein. Dies wird oft noch dadurch verstärkt, dass Familie, Freundschaften und Hobbys unter den ungünstigen Arbeitszeiten leiden. Die Gefahr des Missbrauchs von Drogen und Alkohol steigt ebenfalls an.
Schichtarbeiter sind oft müde und unkonzentriert. Dadurch kommen oft kleinere und größere Fehler zustande. Gravierend können beispielsweise Behandlungsfehler von Ärzten sein sowie Unfälle in Industriebetrieben und Kraftwerken. Innerhalb und außerhalb der Arbeitszeiten können sich Verkehrsunfälle häufen, z. B. einerseits bei Fernfahrern, andererseits bei Schichtarbeitern auf dem Weg nach Hause. Nicht wenige der Unfälle kommen durch Einschlafen des Fahrers zustande.
Darüber hinaus ist durch verschiedene Untersuchungen erwiesen, dass durch längere Schichtarbeit körperliche Krankheiten hervorgerufen werden können. Bei Personen, die im Schichtdienst arbeiten, treten häufiger Herz-Kreislauferkrankungen, Magen-Darm-Krankheiten, Schilddrüsenprobleme und vermutlich sogar Krebserkrankungen auf als bei Personen mit geregeltem, gleichbleibendem Tagesablauf. Frauen leiden unter einem veränderten Menstruationszyklus, bei Schwangeren kommt es überdurchschnittlich oft zu Frühgeburten.