Die wichtigsten Körpermaße werden bestimmt, indem Körpergröße und Körpergewicht festgestellt werden. Daraus wird dann auch der so genannte Body-Mass-Index berechnet, an dem erkannt werden kann, ob z. B. eine Fettleibigkeit besteht. Zur körperlichen Untersuchung gehört die genaue Beurteilung vieler Organe, z. B. Herz, Lunge, Baucheingeweide, Genitalien, Haut, Mund, Zähne und Kiefer, Knochen und Gelenke mitsamt Wirbelsäule. Es erfolgt die Überprüfung des Sehens und des Gehörs. Dann wird die Geschicklichkeit bei feinen Bewegungsabläufen getestet. Untersucht wird auch, ob das Kind Rechts- oder Linkshänder ist.
In anderen Untersuchungen sowie in einem Gespräch mit dem Kind können weitere mögliche Störungen entdeckt werden. Dazu können unter anderem Schwierigkeiten in der Schule, Verhaltensauffälligkeiten oder Probleme im sozialen Umgang gehören. Auch in einem Gespräch mit den Eltern geht es um diese Themen. Zusätzlich erhalten die Eltern einen gezielten Fragebogen, den sie beantworten müssen. Dieser Elternfragebogen beinhaltet Fragestellungen zu möglichen Gesundheitsproblemen, Entwicklungsverzögerungen, Störungen im kindlichen Verhalten, Aggressivität, psychischen Auffälligkeiten (z. B. starke Ängste), Unkonzentriertheit, Problemen bei Sozialkontakten sowie Suchtgiften.
Die U11 beinhaltet weiterhin eine eingehende gesundheitliche Beratung durch den Arzt. Darin kommen Themen wie ausreichende Bewegung und gesunde Ernährung, Sexualität, Alkohol, Zigarettenrauch und Drogen sowie Medienkonsum zur Sprache.
In der U11 kommt es normalerweise zu keinerlei Komplikationen.
Am selben Termin wie die U11 können bei Bedarf auch Impfungen vorgenommen werden. Bei Mädchen in diesem Alter kann z. B. eine Röteln-Impfung durchgeführt werden. Eine Windpocken-Impfung ist sinnvoll, wenn das Kind bisher noch keine Windpocken hatte. Weiterhin können Impfungen nachgeholt werden, die bisher noch fehlen.
Die U11 bietet ansonsten eine umfassende Gesundheits-Grunduntersuchung. Wenn Auffälligkeiten bemerkt werden, kann es notwendig sein, weitergehende Untersuchungen zur jeweiligen Problematik durchzuführen.
Die nächste Untersuchung im Kindes- und Jugendalter ist die J1, die als reguläre Früherkennungsuntersuchung im 13. bis 15. Lebensjahr erfolgt.