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Erythrozyten


Was sind Erythrozyten?

Die Erythrozytenanzahl, oder einfach Erythrozytenzahl, gibt die Menge der Erythrozyten (= rote Blutkörperchen) in einem bestimmten Volumen Blut an.


Als Normwerte gelten: bei Männern 4,3 - 5,9 x 106 /µl ; bei Frauen 3,5 - 5 x 106 /µl

Die roten Blutzellen sind diejenigen Zellen in unserem Blutkreislauf, die dafür zuständig sind die Organe mit Sauerstoff zu versorgen. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, an das der Sauerstoff gebunden werden kann. Der eingeatmete Sauerstoff wird in der Lunge an das Hämoglobin gebunden, zu den Organen zu transportiert und dort abgegeben. Im Gegenzug kann dort dann das gebildete Kohlendioxyd gebunden werden. Dieses wird durch die Erythrozyten zurück zur Lunge transportiert und dort abgeatmet.

Die roten Blutkörperchen haben von allen Zellen den größten Anteil im Blut. Sie werden bei Erwachsenen und Kindern im Knochenmark der langen Röhrenknochen, also z.B. im Oberschenkelknochen gebildet, außerdem aber auch in platten Knochen wie beispielsweise dem Brustbein. Die reifen Erythrozyten haben im Gegensatz zu ihren Vorläuferzellen keinen Zellkern mehr.

Wann wird die Erythrozytenanzahl gemessen?

Gründe für die Bestimmung der Erythrozytenzahl können z.B. eine Anämie (= Blutarmut), oder eine Polyglobulie (= erhöhte Anzahl der roten Blutkörperchen) sein.

Bei einer Anämie ist die Anzahl der roten Blutkörperchen vermindert. Auch bei einer Hyperhydratation (= Überwässerung des Körpers) kann dies vorkommen. Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, dass die roten Blutzellen bei einem erhöhten Wasserbestand im Blut verdünnt werden. Damit sinkt nicht die absolute Zahl der roten Blutzellen im Körper. Wenn man aber eine Blutprobe eines bestimmten Volumens untersucht, wird man in diesem durch die Verdünnung eine erniedrigte Anzahl an Erythrozyten finden, die Menge sinkt also relativ.

Eine erhöhte Zahl an roten Blutzellen kann gemessen werden, wenn eine Polyglobulie vorliegt. Leidet ein Patient unter einer starken Blutung, fällt die gemessene Anzahl der Erythrozyten erst nach 12 Stunden ab. Dies kann man sich damit erklären, dass wenn man blutet, gleichzeitig Blutzellen und Blutplasma verloren gehen.

Das Verhältnis von festen und flüssigen Blutbestandteilen ändert sich aber nicht, daher misst man in einer Blutprobe zunächst unveränderte Werte für die Zahl der roten Blutzellen. Bei großen Blutungen versucht der Körper aber dann den Verlust dadurch auszugleichen, dass er Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Blutgefäße zieht. Somit werden die Erythrozyten im Blut aber praktisch verdünnt und ihre gemessene Anzahl in einer Blutprobe sinkt daraufhin ab.

 


Erythrozyten Untersuchung »

Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.

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