Kortison und Kortisol gehören zu den Glucocortikoiden und werden in den Nebennierenrinden
gebildet. Sie sind nach ihrer Hauptaufgabe, nämlich der Bereitstellung von Energieträgern wie
Glucose und Fetten, benannt. Somit erklärt sich ihre Rolle als „Stressbewältiger". Die Freisetzung
wird hauptsächlich reguliert über den Regelkreis CRH und ACTH.
Die genaue Wirkung der Glucocorticoide besteht aus:
- Stoffwechselwirkungen. Die Neubildung von Zucker in der Leber wird gefördert. Dadurch wird auch der Blutzuckerspiegel erhöht.
- Auf die Muskeln, die Haut und die Knochen wirken die Hormone eiweißabbauend, also katabol. Auch aus dem Fettgewebe wird Fett freigesetzt
- Mineralhaushalt. Hohe Konzentration an Glucocoticoiden wirken an der Niere ähnlich wie Aldosteron. Somit wird Natrium und Wasser vermehrt zurückgehalten und im Austausch Kalium in die Nierenkanälchen abgegeben.
- Immunprozesse. Sie führen zu einer Verringerung des lymphatischen Gewebes und senken die Anzahl von bestimmten weißen Blutkörperchen im Blut. Der Einfluss von Glucocorticoiden bewirkt somit eine Unterdrückung des Immunsystems.
- Hemmung von jeglichen Entzündungsprozessen. Dadurch wirken die Glucocorticoide neben der Immunsuppression zusätzlich antientzündlich.
- Veränderungen im Blutbild. Es werden vermehrt Rote Blutkörperchen und Blutplättchen gebildet.
Letzte Aktualisierung am 25.02.2009.