Hormonbedingte Nebenwirkungen treten relativ selten auf, da der Verhütungsring eine niedrige Hormondosis enthält. So treten z.B. Blutungsunregelmäßigkeiten kaum auf.
Wie die Pille, kann auch der Verhütungsring die Regulation des Zuckerhaushaltes beeinflussen. Daher ist die Anwendung des Verhütungsrings bei Diabetikerinnen, insbesondere bei den Patienten, die bereits eine Gefäßveränderung aufweisen, individuell abzuklären. Lassen Sie sich unbedingt vorher von ihrem Frauenarzt beraten.
Es gibt eine Reihe von verschiedenen Medikamenten, z.B. Antiepileptika oder Johanniskrautpräparate, welche die Wirkung von Hormonen in Verhütungsmitteln herabsetzen. Erstaunlicherweise konnte man in zwei Studien zeigen, dass die Einnahme von zwei Breitbandantibiotika (Doxycyclin und Amoxicillin) die Wirkung des Verhütungsrings nicht einschränken. Des Weiteren können auch Medikamente (Scheidenzäpfchen, -cremes oder -tabletten) zur Behandlung von Pilzerkrankungen ohne Probleme mit dem Ring verwendet werden.
Wie bei der Pille gelten auch beim Verhütungsring dieselben Gegenanzeigen. Besonders vorsichtig sollten Frauen mit Thromboseneigung, Gerinnungsstörungen, Lebererkrankungen und Tumoren wie Brustkrebs sein. Hier ist ein Aufklärungsgespräch mit dem Frauenarzt auf jeden Fall anzuraten.