Prinzipiell wirkt der Verhütungsring wie die Anti-Baby-Pille. Der Ring setzt pro Tag 15µg Östrogen und 120µg Gestagen frei. Diese Hormone werden von der Scheidewand aufgenommen und gelangen so in den Blutkreislauf. Die Hormone verhindern zum einen den Eisprung (Ovulation) und machen den Schleim im Gebärmutterhals zäh. Die Spermien können dadurch nicht bzw. nur schwer in die Gebärmutter gelangen. Zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindert, so dass im Falle einer Befruchtung, das befruchtete Ei sich nicht in die Gebärmutter einnisten kann. Ein wesentlicher Vorteil des Verhütungsrings besteht darin, dass die Hormone kontinuierlich freigesetzt werden und somit keine täglichen Hormonschwankungen entstehen können. Dadurch wird der Verhütungsring auch relativ gut vertragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass seine Wirksamkeit auch bei Magenverstimmungen, Erbrechen oder Durchfall weiter gewährleistet bleibt, da die Hormone über die Scheidenschleimhaut ins Blut gelangen. Es gibt jedoch einige Medikamente wie Antiepileptika oder Psychopharmaka, welche den Verhütungsschutz mindern.