Diphtherie ist meist eine Tröpfcheninfektion, also eine Übertragung der Krankheitserreger durch die Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen und Husten verursacht werden. Seltener auch eine Schmierinfektion, eine Infektion durch direkte Berührung mit infiziertem Gewebe. Sie wird durch Corynebakterium diphtheriae verursacht, das von Mensch zu Mensch übertragen wird und über die Schleimhäute, die Bindehaut im Auge oder offene Wunden in den Körper gelangt.
Es ist in der Lage sogenannte Exotoxine zu bilden. Diese Exotoxine sind Giftstoffe, die vom Bakterium ausgeschieden werden und die eigentlichen Verursacher der Diphtherie sind. Sie verursachen eine Entzündung der oberen Atemwege, also von Rachenraum, Nase und Kehlkopf und führen dazu, dass gesundes Gewebe abstirbt, indem sie die Körperzellen zerstören. Das Toxin stoppt dabei den Stoffwechsel der menschlichen Zellen, sodass sie zugrunde gehen.
Diese abgestorbenen Zellen bilden zusammen mit den Bakterien Verklebungen auf den Rachenmandeln, im Rachen und der Nasenschleimhaut. Diese Verklebungen erscheinen als grauweiße Beläge auf den Schleimhäuten.
Das Corynebakterium diphteriae ist ein keulenförmiges Stäbchenbakterium, das mehrere Unterformen besitzt:
Die drei Arten des Bakteriums unterscheiden sich dadurch, dass sie in unterschiedlich starker Form die Exotoxine ausscheiden.
Die Toxine besitzen auch die Fähigkeit, sich im ganzen Körper auszubreiten. Sie können also als Giftstoffe lebenswichtige Organe, wie Herz, Leber, Nerven und Nieren schädigen und zu schwerwiegenden Toxinkomplikationen führen, die unter Umständen auch bleibende Folgeschäden hinterlassen.
Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Infektion mit dem Bakterium bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt etwa zwei bis fünf Tage.