Die genaue Ursache der Zöliakie ist noch nicht eindeutig geklärt.
Es ist jedoch anzunehmen, dass die Abwehrreaktion des Körpers auf die Klebeeiweiße auf einer erblich bedingten Störung beruht. Jedoch spielen auch weitere Faktoren, wie Umwelteinflüsse und Infektionen scheinbar eine Rolle bei der Entstehung einer Zöliakie.
Im Allgemeinen zählt die Zöliakie zu den Autoimmunkrankheiten. Die Entstehung kann wie folgt erklärt werden:
Eine Komponente des Eiweißes Gluten ist das sogenannte Gliadin. Gliadin bildet den in Alkohol löslichen Teil von Gluten. Im Darm wird es durch körpereigene Enzyme mit Bindegewebe zu einer größeren Struktur vernetzt.
Bei den an Zöliakie erkrankten Personen ist diese Struktur der Auslöser für Entzündungen der Darmschleimhaut.
Im Blut der Betroffenen können sowohl Antikörper gegen Gliadin als auch gegen das vernetzende Enzym, die so genannte Transglutaminase, nachgewiesen werden.
Durch die Entzündung wird die Oberfläche der Darmschleimhaut immer mehr reduziert. Die Darmschleimhaut ist für die Aufnahme und Verwertung der Nahrung verantwortlich. Ist nicht mehr genug Oberfläche im Darm vorhanden, entstehen im Verlauf der Erkrankungen schwere Mangelerscheinungen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.