Die beruhigende und schlaffördernde Wirkung des Hopfens ist wissenschaftlich belegt. Er kann somit bei Unruhe, Nervosität, Angstzuständen und Schlafstörungen verwendet werden. Bei Ein- und Durchschlafstörungen kann der Hopfen z.B. mit Baldrian oder Melisse kombiniert werden.
In der Volksmedizin wird der Hopfen aufgrund der antibakteriellen und antimykotischen Wirkung der Bitterstoffe bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren eingesetzt.
Auch die Verwendung bei Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit ist wegen der Bitterstoffe sinnvoll. Die Wirkung konnte jedoch bislang nicht bewiesen werden.
Bluthochdruck, Darmschleimhautentzündungen, Nervenschmerzen, Neurosen, Reizblase, Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Heiserkeit und sexuelle Übererregbarkeit sind weitere traditionelle Anwendungsgebiete des Hopfens.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Hopfen kann vor dem Essen zur Anregung der Verdauung oder vor dem Schlafengehen zur Förderung des Schlafs als Tee angewendet werden. Dafür wird 1 TL zerkleinerter Blüten mit 150 mL kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Es können 2 - 3 Tassen täglich bzw. 1 Tasse vor dem Schlafengehen getrunken werden.
Auch als Tinktur kann Hopfen angewendet werden. Davon werden 1 - 2 mL ein- oder mehrmals täglich eingenommen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.