Salbei wirkt entzündungshemmend und adstringierend (zusammenziehen). Dadurch kann er innerlich bei übermäßigem Schwitzen und Verdauungsbeschwerden angewendet werden.
Äußerlich hilft Salbei bei Entzündungen in Mund und Rachen.
In der Volksmedizin wird Salbei innerlich bei Blähungen und Durchfall und äußerlich bei Entzündungen der Haut und rheumatischen Schmerzen eingesetzt.
Weitere traditionelle Anwendungsgebiete sind Bronchialkatarrhe, Diabetes, Mundgeruch, Kopf-, Menstruations- und andere Schmerzen.
Salbei kann innerlich als Tee, Tinktur oder ätherisches Öl eingenommen werden.
Tee: Es werden 1 - 1,5 g (1 TL) Salbeiblätter mit 150 mL kochendem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten wird abgeseiht. Für die Behandlung von Verdauungsbeschwerden wird eine Tasse frischer Tee eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. Zur Behandlung von Nachtschweiß kann eine Tasse erkalteter Tee ca. 2 Stunden vor dem Schlafengehen getrunken werden.
Die empfohlene Tagesdosis beträgt 4 - 6 g Salbeiblätter, die als Tee über den Tag verteilt eingenommen wird.
Tinktur: Die Salbeitinktur kann bei Entzündungen im Mundraum unverdünnt auf das Zahnfleisch gepinselt werden. Zum Gurgeln werden 5 g Tinktur auf eine Tasse Wasser verwendet.
Ätherisches Öl: Zum Einnehmen werden 1 - 2 Tropfen Öl in 1 Tasse Wasser gegeben. Gegurgelt werden kann mit einer Mischung aus 2 - 3 Tropfen Öl auf 100 mL Wasser.