Die Schafgarbe wirkt choleretisch (den Gallenfluss fördernd), antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend) und spasmolytisch (krampflösend).
Anwendung findet die Schafgarbe daher bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, leichten, krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und Durchfall.
Auch bei Menstruationsbeschwerden, entzündlichen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute, Allergien, Bronchitis, Fieber und Schuppenflechte kann die Pflanze verwendet werden.
Die Volksmedizin kennt als Anwendungsgebiete die Blutstillung, Wundheilung und Wundbehandlung, Brandwunden, Hämorrhoiden, Rheuma, Kreislaufschwäche und Kopfschmerzen.
Die Anwendung von Schafgarbe kann innerlich und äußerlich erfolgen.
Für die innerliche Anwendung als Tee werden 2 Teelöffel (2 -4 g) Schafgarbenkraut mit etwa 150 mL kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Von dem frisch zubereiteten Tee wird 3 - 4 Mal täglich zwischen den Mahlzeiten eine Tasse getrunken.
Die Tagesdosis für die Einnahme beträgt 4,5 g für Schafgarbenkraut, 3 g für Schafgarbenblüten und 3 TL für Frischpflanzensaft.
Äußerlich kann Schafgarbe als Sitzbad angewendet werden. Es werden 100 g Schafgarbenkraut mit 1 2 L heißem Wasser übergossen, 20 Minuten abgedeckt ziehen gelassen und abgeseiht. Der Sud wird zu etwa 20 L Badewasser hinzugegeben.