Blutkraut, Gelbes Millkraut, Goldwurz, Großes Schöllkraut, Schwalbenwurz, Warzenkraut, Wulstkraut, Wasserkraut, Maikraut, Wanzenkraut, Augenkraut, Hexenmilch, Krätzenkraut, Teufelskraut
Ursprünglich stammt das Schöllkraut aus den gemäßigten und subtropischen Gebieten Europas und Asiens. Es ist jedoch auch in Nordamerika verbreitet.
Das Schöllkraut kann auf Schuttplätzen, steinigem Grund, neben Mauerresten, in schattigen Hainen, unter Ufergebüsch, an Wegen und Zäunen in ungepflegten Gärten und in Parks gefunden werden.
Das Schöllkraut gehört zu den Mohngewächsen und ist eine zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze. Es ist giftig und enthält in allen Pflanzenteilen einen orange-gelben Milchsaft.
Der aufrechte, haarige und verzweigte Stängel kann bis zu 1 m hoch wachsen.
Die graugrünen Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind gefiedert, gestielt, leicht behaart und mit einem dünnen Wachsfilm überzogen. Ihr Rand ist buchtig eingekerbt.
Die Blüten des Schöllkrauts sind zwittrig (vereint beide Geschlechter), etwa 2 cm groß, gelb und in Dolden zusammengefasst. Sie besitzen 4 Kronblätter.
Das Schöllkraut bildet eine zweiklappige, dünne, etwa 5 cm lange Kapselfrucht, in der die eiförmigen, schwarzen Samen enthalten sind.
Schöllkraut enthält verschiedene Alkaloide (z. B. Berberin, Chelidonin, Spartein), die der Pflanze auch ihre Giftigkeit verleihen.
Außerdem sind noch Flavonoide und Bitterstoffe enthalten.