Nach der Form der Gelenkflächen können die echten Gelenke weiter untergliedert werden in:
Kugelgelenk (Articulatio spheroidea)
Dreiachsiges Gelenk, z.B. Hüftgelenk, Schultergelenk, Fingergrundgelenke (Ausnahme Daumen). Das Gelenk lässt sich um die drei senkrecht aufeinander stehenden Raumachsen bewegen: Beugung- Streckung, Ab- und Adduktion, Außen- und Innenrotation.
Eigelenk oder Ellipsoidgelenk (Articulatio ellipsoidea)
Zweiachsiges Gelenk, z.B. das erste Kopfgelenk zwischen Atlas und Schädel.
Sattelgelenk (Articulatio sellaris)
Zweiachsiges Gelenk, z.B. Handwurzelknochen und Mittelhandknochen unterhalb des Daumens. Das Gelenk lässt sich um zwei Raumachsen bewegen: Flexion und Extension, Ab- und Adduktion.
Scharniergelenk (Ginglymus)
Einachsiges Gelenk, welches sich nur beugen und strecken lässt. Hierzu zählen z.B. die Fingergelenke mit Ausnahme der Fingergrundgelenke.
Roll-, Rad- oder Zapfengelenk (Articulatio trochoidea)
Einachsiges Gelenk, z.B. das Radioulnargelenk (zwischen Speiche und Elle).
Drehgelenk oder ebenes Gelenk (Articulatio plana)
Auch planes Gelenk genannt. Hat kein geometrisches Bewegungszentrum. Hierzu gehören z.B. die Verbindungen zwischen den Wirbelfortsätzen.
Bicondyläres Gelenk (Articulatio bicondylaris)
Kniegelenk; es handelt sich um ein zweiachsiges Gelenk und ermöglicht: Beugung- Streckung, Außen- und Innenrotation (nur bei gebeugtem Kniegelenk möglich).
Straffes Gelenk (Amphiarthrose)
z.B. Iliosakralgelenk.
Letzte Aktualisierung am 30.07.2009.