Die einzige effektivste Maßnahme, die die Erkrankung zum Stillstand bringen kann, ist ein sofortiger Nikotin-Verzicht. Patienten, die weiterrauchen oder lediglich ihren Nikotinkonsum reduzieren, haben eine schlechte Prognose. Hier schreitet die Krankheit weiter fort, egal welche anderen therapeutischen Möglichkeiten auch angewandt werden. In diesen Fällen kann eine Amputation meist nicht vermieden werden. Der Krankheitsverlauf kann nur durch ein absolutes Rauchverbot, dies umfasst auch das Passivrauchen, beeinflusst werden.
Da die eigentliche Ursache der Erkrankung bis heute nicht bekannt ist, besteht auch keine spezifische Therapie. Leider gibt es hier nur wenige Therapiemöglichkeiten. Solange kein Ruheschmerz besteht und sich noch keine Nekrosen (abegstorbenes Gewebe) gebildet haben, ist ein wohldosiertes Gehtraining empfehlenswert. Dadurch werden Umgehungskreisläufe gebildet, diese führen zu einer besseren Versorgung der gefährdeten Areale.
Bestehen hingegen Ruheschmerzen oder Nekrosen, so ist eine Belastung nicht mehr erlaubt. In diesem Fall muss die betroffene Gliedmaße geschont werden. Sinnvoll ist eine Tieflagerung der Beine.
Man hat natürlich auch die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung. Ziel ist es, den Blutfluss in den mit Sauerstoff unterversorgten Extremitäten wieder zu erhöhen und die Thrombenbildung zu verhindern. Dies erreicht man durch eine Therapie mit Entzündungshemmern sowie mit Medikamenten, welche die Blutgerinnung etwas eindämmen. Diese Medikamente können in Form von Infusionen (Prostaglandin-Infusionen) oder Tabletten verabreicht werden.
Des weiteren gibt es Medikamente die den Durchmesser von Arterien erweitern können und somit den Blutfluss an den Engpässen im Gefäß verbessern. Als mögliche operative Maßnahme kann man die Sympathektomie durchführen. Bei der Sympathektomie (Nervendurchtrennung) wird ein Teil des sympathischen Grenzstrangs ausgeschaltet. Dadurch kann man die Weite der versorgenden Arterien beeinflussen. Möglicherweise kann man noch ein Bypass von den größeren Arterien auf eine kleinere Arterie implantieren, falls es die Größe des Gefäßes noch zulässt. Man könnte noch auf diese Weise eine Engstelle umgehen.
Bei ausgedehnten Nekrosen wird als letztes Mittel eine Amputation des betroffenen Gliedes oder gar der betroffenen Gliedmaße durchgeführt. Die Amputationsrate liegt bei etwa 30 Prozent.
Wie ist die Prognose?
Leider erholt sich das betroffene Gelenk nur langsam. Die Erkrankung kann jedoch durch einen absoluten Nikotinverzicht zum Stillstand kommen. Durch Umgehungskreisläufe können verschlossene Gefäße ersetzt oder selbst wieder unvollständig rekanalisiert werden. Dennoch bleibt ein Restzustand an arterieller Insuffizienz bestehen.
Letzte Aktualisierung am 03.08.2009.