Zunächst muss geklärt werden, wodurch der Schwindel bedingt ist, denn danach richtet sich die Gestaltung der Therapie.
Bei akutem Schwindel, der von Übelkeit und Erbrechen begleitet ist, lindern spezielle Medikamente wie Antiemetika gegen die Übelkeit. Auch Antihistaminika und Anticholinergika können kurzfristig eingesetzt werden. Dies gilt vor allem, wenn der Schwindel nur vorübergehend, zum Beispiel bei Reisen im Auto oder auf dem Schiff, auftritt.
Erkrankungen des Innenohrs und der Nerven erfordern individuelle Therapien. Unterstützend ist eine physiotherapeutische Behandlung häufig eine große Hilfe. Dabei werden Gleichgewicht und Sensomotorik trainiert, um Gang- und Standunsicherheiten zu vermindern.
Eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten ist besonders bei Schwindel wichtig, dessen Ursachen in Durchblutungsstörungen liegen.
Schwindel ist zunächst kein beunruhigendes Symptom. Jeder kennt das kurze „Schwarzwerden" vor Augen mit Schwindelgefühlen bei zu schnellem Aufstehen, wenn der Kreislauf nicht so richtig in Schwung kommt.
Dennoch sollten Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen, Sehstörungen, Hörminderung oder Fallneigung ernst genommen werden. Bei häufigen Schwindelanfällen oder dauerhaftem Schwindelgefühl sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
Letzte Aktualisierung am 07.10.2009.