Damit die Hormone ihre lebensnotwendige Wirkung entfalten können, muss die Ausschüttung und damit die Konzentration im Blut präzise und entsprechend den jeweils akuten Anforderungen reguliert werden.
Diese Regulation erfolgt auf allen Ebenen, also der Produktion, der Freisetzung, der Anzahl des Rezeptors und der Wirkung.
Prinzipiell unterliegt die Grundsekretion einem typischen Rhythmus, sei es Jahre im Rahmen des Alterungsprozess, Wochen bei dem Menstruationszyklus oder innerhalb eines Tages, wie bei dem Hormon Kortisol.
Darüber hinaus steuern die Hormone ihre eigene Sekretion auf direktem und indirektem Weg
über negative oder auch positive Rückkopplung (Feedback). Das Prinzip des Steuerungssystems entspricht einem Regelkreis.
Hierbei gibt es eine Regelgröße, dessen Konzentration im Blut gemessen wird. Die Hirnregion
Hypothalamus stellt häufig das Regelzentrum dar, die weiteren Glieder des Regelkreises sind
dem Thalamus untergeordnet. Am Ende stehen die einzelnen Hormondrüsen, zum Beispiel die Schilddrüse.
Daneben wir die Hormonwirkung durch die Hormonsensitivität am Zielgewebe sowie
durch Einflüsse des autonomen Nervensystems beeinflusst.
Im Einzelnen funktionieren die Regulationsmechanismen wie folgt:
Der Hypothalamus setzt Hormone frei, welche die Freisetzung untergeordneter Hormone stimulieren, sogenannte „Releasing-Hormone".
Diese Releasing-Hormone regen die Hormonproduktion der Hirnanhangsdrüse an. Die
Hormone der Hirnanhangsdrüse führen dann wiederum an den jeweiligen Hormondrüsen
zur Produktion des am Zielorgan wirkenden Hormons.
Nun wird zum Beispiel vom Hypothalamus die Konzentration des Hormons im Blut gemessen und letztendlich die Produktion von Releasing-Hormonen gebremst. So etwas nennt man negative Rückkopplung. Seltener gibt es eine positive Rückkopplung, so wird während des
Menstruationszyklus durch das ansteigende Hormon auch die Sekretion des übergeordneten Hormons gesteigert.