Körperliche Ursachen
Hierzu zählen vor allem Erkrankungen oder natürliche Veränderungen, die den Hormonspiegel der Frau verändern. Am häufigsten geschieht das natürlich in den Wechseljahren. Der Körper stellt sich darauf ein, keine Kinder mehr zu gebären. Dadurch werden verschiedene Hormone nicht mehr gebraucht und die Produktion eingestellt, was dann unter anderem auch zu Scheidentrockenheit führen kann. Das gleiche Prinzip gilt auch bei der Einnahme der Pille, die den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen kann.
Erkrankungen, die einen Einfluss auf die Konzentration verschiedener Hormone im Blut haben, sind beispielsweise verschiedene Krebserkrankungen, die in hormonproduzierenden Drüsen (z.B. Hypophyse, Schilddrüse oder Nebenniere) wachsen.
Aber auch Krankheiten, die keinen direkten Einfluss auf den Hormonspiegel haben, können Lubrikationsstörungen auslösen, wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck.
Psychische Ursachen
Psychische Auslöser für Scheidentrockenheit sind häufig Stress, Nervosität oder Partnerschaftsprobleme. Hierzu zählen auch Probleme, die durch fehlende „sexuelle Kommunikation" entstehen. Viele Menschen wollen oder können nicht über sexuelle Wünsche und Fantasien sprechen. Das kann dann zu verschiedenen körperlichen Beschwerden führen, wie z.B. Scheidentrockenheit.
Eine Sonderstellung unter den psychischen Problemen nimmt der sexuelle Missbrauch ein. Dieser kann entweder aktuell oder auch schon in der Kindheit erfolgt sein. Selbst wenn dieses Trauma erfolgreich verdrängt wurde, kann es im Unterbewusstsein weiter bestehen und sich in sexuellen Problemen äußern.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.