Obwohl die Kupferspirale seit über 25 Jahren verwendet wird, ist der genaue Wirkmechanismus bislang nicht eindeutig geklärt. Bekannt ist, dass die Kupferspirale kontinuierlich Kupfer-Ionen freisetzt und dadurch zu einer Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut führt. Dadurch werden die Spermien auf dem Weg in die Eileiter in ihrer Beweglichkeit gehemmt. Gelingt trotzdem eine Befruchtung der Eizelle, so kann sich das befruchtete Ei trotzdem nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten, da das Kupfer außerdem den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut stört.
Der beste Zeitpunkt für das Einsetzen einer Spirale ist während oder kurz nach der Menstruation. Sie wird während einer gynäkologischen Untersuchung eingesetzt. Der Arzt führt die Spirale mit einer Einführhülse durch die Scheide und schiebt sie bis in die Gebärmutter ein. Der Eingriff dauert relativ kurz, kann aber mit einem leichten, wehenartigen Schmerz im Unterleib verbunden sein. Daher sollte die Beckenmuskulatur während des Eingriffs möglichst entspannt sein.
Unmittelbar nach dem Einsetzen wird die Lage der Spirale per Ultraschall kontrolliert. Alle sechs Monate werden weitere Kontrollen empfohlen.
Am unteren Ende der Spirale befindet sich ein Faden, der in die Scheide hineinreicht. Anhand des Fadens kann die Frau kontrollieren, ob die Spirale noch richtig sitzt und gegebenenfalls im Notfall mit einem Zug sofort entfernen.
Merke:
Es gibt zudem Spiralen mit Goldzusätzen, welches die Anfälligkeit für Infektionen vermindern sollen, aber deren Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Zudem bietet die Spirale keinen Schutz vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.