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Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft

Lesezeit: 1 Min.

Der Fachbegriff für Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter ist Extrauteringravidität (EUG)

Unter einer Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) versteht man die Einnistung der befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutterschleimhaut. Sie ist die häufigste Form einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (Extrauteringravidität).

Eine Extrauteringravidität kann lokalisiert sein:

  • in den Eierstöcken (Ovarial-Gravidität)
  • in dem Gebärmutterhals (Cervikale Schwangerschaft)
  • in der Bauchhöhle (Bauchhöhlenschwangerschaft)
  • und in den Eileitern (Eileiterschwangerschaft).
Dies geschieht fast immer in einem der beiden Eileiter. Von etwa 100 Extrauterinschwangerschaften haben 99 ihren Sitz im Eileiter.

Der befruchteten Eizelle gelingt es hierbei nicht, den Eileiter zu durchwandern. Sie verfängt sich hier, nistet sich in der Schleimhaut des Eileiters und wächst dort fest. Etwa 2-3 Wochen nach der Einnistung stirbt die Frucht in 90 Prozent der Fälle ab (Tubarabort) oder platzt in 10 Prozent der Fälle (Tubarruptur).

Falls es nicht zu einem spontanen Schwangerschaftsabbruch (Tubarabort) kommt, wächst der Embryo im Eileiter und es kommt so zu der eigentlichen Eileiterschwangerschaft. Eine Eileiterschwangerschaft kann für die werdende Mutter lebensbedrohlich werden, falls sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Der Eileiter ist wenig dehnbar, kann dem Druck irgendwann nicht Stand halten und platzt (reißt, rupturiert).

Es kommt zu einer Art Fehlgeburt mit Wehen und Blutungen, die aufgrund des Mangels an natürlichem Abflussweg in den Bauchraum erfolgen und im schlimmsten Fall unstillbar sein können. Durch die starke innere Blutung der Mutter kann es in der Folge zu Kreislaufversagen und zum Schock kommen.

Die Prognose ist bei rechtzeitiger Diagnosestellung und Behandlung gut. Eine einmal durchgemachte Eileiterschwangerschaft erhöht allerdings das Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft (Wiederholungsrisiko 7-25 Prozent).

1 Prozent aller Schwangerschaften nisten sich außerhalb der Gebärmutter ein. Am häufigsten tritt eine solche Schwangerschaft in der Ampulle auf, also am weiten Ende des Eileiters. Seltener sind Schwangerschaften im engen Teil des Eileiters (Isthmus), intramurale Eileiterschwangerschaften am inneren Abgang des Eileiters aus der Gebärmutter und echte Bauchhöhlenschwangerschaften.
Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Eileiterschwangerschaft

 
sagt Jana83 vor > 6 Jahre  722

Diese 25% beziehen sich auf das Risiko, erneut eine Eileiterschwangerschaft zu bekommen. Ich kann deine Ärztin schon verstehen, sie möchte nichts ...mehr

 
sagt schocko50 vor > 9 Jahre  663

Oh Du Arme! Hoffentlich wird alles gut. Meine Schwägerin hatte 4 Monate damit zu kämpfen. Aber nach einer Zeit wird sich alles stabilisieren. ...mehr

 
sagt Steffi78 vor > 9 Jahre  567

Es wird alles gut, wenn du abwartest…LG

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