In der Regel erfolgt die Vasektomie durch einen Urologen ambulant in örtlicher Betäubung.
Zunächst wird die Rückseite des Hodensacks örtlich betäubt. Der Urologe setzt seitlich an den Hodensäcken 1-2 kleine Schnitte, durch die der rechte und linke Samenstrang aufgesucht wird. Die unter der Haut liegenden Samenleiter werden freigelegt und auf jeder Seite mit einer Pinzette herausgezogen. Die Samenleiter werden zunächst abgeklemmt und durchtrennt. Zur Sicherheit wird noch ein Stück der Samenleiter herausgeschnitten. Anschließend werden die Enden abgebunden, vernäht oder verschweißt. Der Samentransport ist danach endgültig unterbrochen. Zum Schluss wird der kleine Hautschnitt zugenäht.
Insgesamt dauert der Eingriff etwa 30 Minuten.
Merke: Die Menge des Ejakulats ändert sich nach der Sterilisation kaum, da die Samenflüssigkeit im Wesentlichen in der Prostata (Vorsteherdrüse) und der Bläschendrüse produziert wird. Die Spermien werden im Hoden produziert und machen nur einen geringen Anteil des gesamten Ergusses aus.