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Sterilisation des Mannes (Vasektomie)


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach der Sterilisation können folgende Komplikationen bzw. Nebenwirkungen auftreten:
  • Schmerzen im Hodensack für 2-3 Tage nach dem Eingriff
  • Blutergüsse
  • Infektionen
  • Nebenhodenentzündungen
  • Knotige Ansammlungen von Spermien unterhalb der durchtrennten Stelle
  • Verwachsungen zwischen Haut und Samenleiter

Ist eine Sterilisation rückgängig zu machen?

Theoretisch besteht die Möglichkeit einer komplizierten Wiederherstellungs-Operation (Vaso-Vasotomie) bei Zustand nach Vasektomie. Unter dem Operationsmikroskop werden beide Samenleiterenden wieder zusammen genäht. In den meisten Fällen kann dadurch eine erneute Durchgängigkeit der Samenleiter erreicht werden. Es besteht eine realistische Aussicht auf die Wiedererlangung der Zeugungsfähigkeit.

Liegt der Eingriff jedoch schon länger zurück, so sind die Chancen den Mann wieder fruchtbar zu machen, geringer. Viele sterilisierte Männer entwickeln so genannte Auto-Antikörper gegen ihre Spermien, wenn während des Eingriffs Spermabestandteile ins Blut gelangen. Besteht ein hoher Spiegel an diesen Auto-Antikörpern, so sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Spermien befruchtungsfähig sind. Sie sollten sich im Klaren sein, dass Sie nach dem Eingriff mit großer Sicherheit keine eigenen Kinder mehr zeugen können.


Zu welchen Veränderungen kommt es nach dem Eingriff?

Nach der Sterilisation werden weiterhin männliche Samenzellen im Keimgewebe des Hodens gebildet. Aufgrund der Durchtrennung und Unterbindung der Samenleiter können die Samenfäden nicht mehr nach außen gelangen und werden im Nebenhoden abgebaut.
Durch den Eingriff wird der Hormonhaushalt des Mannes nicht gestört. Die Vasektomie hat keine körperlichen Auswirkungen auf die Versteifung des männlichen Gliedes. Die Erektionsfähigkeit und die Ejakulation (Samenerguss) werden nicht beeinträchtigt. Im Aussehen ist kein Unterschied zu erkennen.

Da die Angst vor einer unerwünschten Schwangerschaft entfällt, kann sich das sexuelle Zusammenleben frei entfalten. Die meisten Männer geben an, dass nach dem Eingriff ihre Lebensqualität und ihr Sexualleben sich wesentlich gebessert haben.

Die Sterilisation hat keine Auswirkungen auf Ejakulation, Gliedversteifung und die Lust auf Sex.

Wie sicher ist die Sterilisation des Mannes?

Der Pearl-Index ist kleiner 0,2. Somit zählt die Sterilisation des Mannes zu den sichersten und „bequemsten" Verhütungsmethoden überhaupt. Der Pearl-Index gibt die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften einer Verhütungsmethode an, wenn 100 Frauen diese ein Jahr lang anwenden. Das bedeutet, dass 1 Mann von 400 operierten Männern zeugungsfähig bleibt.

In sehr seltenen Fällen können die Samenleiter wieder zusammenwachsen, daher sollte man nach einem Jahr nochmals eine Spermienprobe untersuchen lassen.

Die Sterilisation des Mannes kostet 300 bis 400 Euro, hinzu kommen die Kosten für nachfolgende Spermienuntersuchungen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Sterilisation nur bei medizinischer Notwendigkeit.


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Letzte Aktualisierung am 19.12.2008.

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