Jeden Morgen wird zur gleichen Uhrzeit die Körpertemperatur gemessen und die Zervixschleimhautkonsistenz, also die Spinnbarkeit des Gebärmutterhalsschleims, bestimmt und diese Daten in einer Tabelle protokolliert. Zudem werden auch andere Fruchtbarkeitszeichen wie z.B. das Öffnen des Muttermundes, Brustspannen oder Mittelschmerz (Zeit des Eisprungs) berücksichtigt und in die Tabelle eingetragen. Am Abend nach drei erhöhten Temperaturmessungen oder am dritten Abend nach dem Tag, an dem die beste Schleimqualität auftrat, beginnen die unfruchtbaren Tage.
Auch der Muttermund verändert sich während des Zyklus. Die Öffnung ist zu Beginn und Ende des Zyklus sehr klein und der Muttermund fühlt sich relativ trocken an. Während der Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet, der Muttermund wird weicher und die Öffnung größer. Am Tag des Eisprungs ist der Muttermund am weitesten geöffnet. Um die Unterschiede des Muttermundes zu erkennen, ist jedoch einige Übung erforderlich.
Fasst man nun alle Ergebnisse zusammen, also Öffnungsgrad des Muttermundes, morgendliche Körpertemperatur und die Schleimbildung, so lässt sich zweifelsfrei erkennen, ob man sich in den fruchtbaren Tagen befindet oder nicht.
Der Beginn der unfruchtbaren Tage ist charakterisiert durch:
Der in der Grafik eingetragene wahrscheinliche Tag des Eisprungs lässt sich nur rückwirkend nach Erkennung der Temperaturerhöhung zuordnen und schwankt von Zyklus zu Zyklus.
Das Ende der unfruchtbaren Tage ist charakterisiert durch:
In einem durchschnittlichen Zyklus ergeben sich somit etwa 12-16 unfruchtbare Tage, einschließlich der Menstruation.
Merke: Die Rötzer-Methode bietet keinen Schutz vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.