Eine genaue Befragung des Patienten kann erste Hinweise auf die Ursache des Hustens geben. Die Frage nach der Dauer und Häufigkeit der Hustenattacken und die Beschaffenheit des eventuell vorhandenen Auswurfs sind hier von großer Bedeutung. Nach dem Aufnahmegespräch hört der Arzt die Lungen ab, hierdurch kann er meist schon auf den Ort der Erkrankung im Atemsystem schließen. Nach der körperlichen Untersuchung können im nächsten Schritt wenn nötig, verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden:
- Untersuchung des Auswurfs (mikrobielle Analyse in einem Labor)
- Röntgenthorax, bei anhaltendem Husten und unklarem Befund
- Lugenfunktionsprüfung, um chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen und Asthma zu diagnostizieren
- Computertomographie, Mittel der Wahl bei krankhaften Erweiterungen des Bronchialsystem
- Hauttests, zur Bestimmung von Allergien
- Lungenszintigraphie (Untersuchung der Lunge mit radioaktiv markierten Stoffen, die sich im Gewebe besonders gut anreichern)
- Ultraschall von Herz und Bauch
- selten Bronchoskopie mit Entnahme von Lungengewebe die anschließend untersucht wird
Differentialdiagnose
Viele Erkrankungen weisen als Begleitsymptom den Husten auf. Zu den wichtigsten Erkrankungen, an die man denken muss, gehören:
- Asthma Bronchiale (chronische Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege)
- chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenetzündung)
- Tuberkulose (chronische Infektionskrankheit)
- Mukoviszidose (Stoffwechselkrankheit)
- Schluckstörungen
- Immundefekte
- Gastroösophagealer Reflux (Rückfluss von Magensäure über die Speiseröhre bis in die Bronchien)
- Tracheobronchomegalie (Erweiterung der Luftröhre und der großen Bronchien)
- Tonsillenhyperplasie (Vergrößerung der Gaumen- oder Rachenmandeln)
- Chronische Fremdkörperaspiration
- Ausgeprägte Thoraxdeformitäten
- und viele andere Erkrankungen
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.