Das Parvovirus B19 ist das kleinste, den Menschen krankmachende Virus überhaupt. Es wird meist durch Tröpfcheninfektionen übertragen, kann aber auch schon während der Schwangerschaft über das mütterliche Blut zum ungeborenen Kind gelangen und dieses infizieren. Der Erreger gelangt zunächst ins Blut um anschließend ins Knochenmark überzutreten. Er vermehrt sich ausschließlich in Erythroblasten. Diese Zellen sind die Vorläuferzellen der Erythrozyten, also der roten Blutkörperchen, und kommen ausschließlich im Knochenmark vor. Aus diesem Grund tritt nach einer Infektion mit dem Virus immer eine leichte Blutarmut (Anämie) auf. Die Ansteckungsgefahr ist am größten kurz bevor der Ausschlag auftritt. Kinder die das Exanthem bereits entwickelt haben sind kaum noch ansteckend für andere.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.