Im Falle einer Allergie ist das Allergen, also der allergieauslösende Stoff, eigentlich harmlos, löst jedoch bei Allergikern eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems aus.
Die Eiweiße aus der Kuhmilch verbinden sich mit Antikörpern des Immunsystems, den Immunglobulinen E (IgE). Dieser Komplex aus Kuhmilchprotein und IgE führt zu einer Ausschüttung des Botenstoffes Histamin.
Histamin löst dann die eigentlich spürbare Reaktion des Körpers aus, also eine Rötung und Schwellung der Haut, Juckreiz und Husten, der bis hin zum Asthmaanfall führen kann.
Kuhmilch enthält eine Reihe von Eiweißen, die eine potentiell allergieauslösende Wirkung auf ein Kleinkind ausüben können. Beispiele dafür sind Lactalbumin, Casein und Beta- Lactoglobulin.
Als weiterer Faktor kommt hinzu, dass Kuhmilch in der Regel das erste Fremdeiweiß ist, mit dem ein Säugling oder Kleinkind in Berührung kommt. Der Körper nimmt den neuen Nahrungsbestandteil zunächst als unbekannt und körperfremd wahr. Das Kind benötigt eine gewisse Phase der Eingewöhnung, bis das neuartige Lebensmittel vom Körper toleriert wird.
Des weiteren haben Allergien in den meisten Fällen auch eine erbliche Komponente. Sind Verwandte ersten Grades von einer Allergie betroffen, haben die Nachkommen ein Vielfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie oder Unverträglichkeit zu entwickeln.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.